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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
438
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Ilacbzn» ;.Kmdcr wur-den vmb-brachc.

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Ermordet. Wie ich denn hiervon etliche Exempel/ vnd zwar kürzlicherjehlen wil: Er machte den Anfang an fcmen Blutsfreunoen / ließseinem jüngernBrudcr/so von einer Chassc oder Concubincn geboren/die Augen aufstechen / vnnd zu den andern oberwchnten geblcndeten seinen Vettern Lkociabencic vnd lmsmculj in die Festung ^lit-muck>,(so?. Tagereise von Lasvln gclcgcn)brlnam/vü bald hernach/weil sle/scinenlVorgcben nach/anft derWclt doch nichts nütze weren/von der Festung herunter auff einen Fels stürtzen.

Nach diesem galt es den» j<u» c/udatcki semeni Schwager liäckansampt dessen dreyen Söhnen. Selbige vmbzubrmgen nam. der Kö-nig hierdurchAnlaß: Es hatte LLtiackj/edss dem Iisctran.wei! Er vielvon zhm hielt/ seme Tochter zum Weibe gegeben. Auß dieser ZeugctcIlzcirsn Z. Söhne / schöne Kmder / durch welche die Mutter ZiemlichHoftertig wurde. Als diese cms »nats iiilt ihreni Vetter Scliscli 8eti,bey welcheiii sie sonst wol gelitten war/schcrycte/vndsragke/wic es dochkchme/daß ^?r allbcrcit über Jahr so viel Weiber gehabt / vnd mannoch keine ÄnZcihung Zu einem jungen Erben verspüren köntc; Siehcttc alleine ihrem Mannez. Söhne geboren. Hak Er geantwortet:Ar sey noch jung/ vnd köntc lange regieren/ bckähm vntcr dessen nochwol einen Erben/Sie aber: Wie wil ein Acker / der nicht wol befeuch-tet wird/ grünen vnd Frucht tragen ? vcrmemte/ wenn Er künfftig sichnicht besser halten wurde / soltc es wol dahin kommen/ daß nach sememTode einer von ihren Söhnen daß beste wurde thun müssen. ObZwar dieser chicours dem König im Hertzen verdrösse/ließ er sich da-mals doch nichts merkten. Den folgenden morgen aber mustcn diesedrey Brüder/deren ältester der mitttlstcr is. vnd der jüngste 5.Jahr/m emen Garten gefordert/an vntcrschicdliche örtergestcllet vudEnthauptet werden. Dw Köpfte ließ der König in einem güldmcnverdeckten Gefäß/in welchem sie den Reiß anff dieTaffel Zutragenpstegen / für jhm setzen/vnd der Kinder Mutter herZu ruffen ; Er-innert jhr des gestrigen Discourses / machet das Gefäß auff/Zeucht ei-nen Köpft nach den andern bey der Nasen hcrauß / vnd spricht: Sitze/daß seynd die Kmder von so fruchtbaren Eltern. Für solchen vnvcr-hofttm erschrecklichen Anblick bleibt das Wc.b verstummet vnd er-starret stille stehen. Als sie aber schtt/ daß der König sein Gesichte nutgrimmen Gebärden verstellet / vnd dadurch jhr mich gleichsam den ge-genwertigmTodt dräwetc/fält sie ZurErdcn/küssct jhm mit Zittern dieFüsse vnd saget: Es ist alles gut/der König lebe lange. Darauff lessetEr sie von steh/rufst der Kinder Vater/ftaget/wie jhm diß gefallenIl-wksn aber Zivniget seine traurige Affecten vnd spricht: Daß n»-fällct »nw gar nicht / helke der König mir anbeföhle», jhrc K öpffe abZu-schlagen/woltc ich willig VarZu gewesen seyn. Ich bcgere keine Kinder/wenn sie dem Könige nicht gefallen. Mit solchen sanfftcn Worten er-rettete der kurc-ilzsicki Zwar dißmahl sein 4 cbcn/muste aber gleichwol

wem-