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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
437
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Reise Beschreibung.

, 4Z/

hcit nach / vorbringen müssen / geantwortet / Bescheid ertheilet / vndb,ßwcilcn durch den Tapet die Arme des todten auff" vnd niedergehoben. Daß also die^cute/ so von ferne nur ins Gemach vnd denKönig schcn sehen kunten/gäntzlich vermeinet/daß Er noch lebe. Vn-tcr dessen reisete Lcinclckan eilend nach Isfahan zu dem OaruZaetiasrov (welchen 8ck>aLk» hernach hoher Ehren halbernach einem jhrcr gewesenen tapffern Helden nante / vnd zumChan machcte) offenbaret chm/ daß 8clrsck ^lzzzgestorbcn/vnd wasdessen letzter Wille gewesen. Darauffgehen beyde Herm in des la-benk Xalc, woselbst Zac^^l- mit der Mutter sich auffhiclt/ gebensich an / vnd begehren den Sohn hcrauß zuhaben vnd zukrönen. Die! Mitkter aber erschrickt von hertzcn / meinet das es eine Ncwe Vcrrah-tcrey sey/welche ihres SohnsHbcn treffen wurde/ weigert sich densel-ben hcrauß zugeben / vnd wicwol diese inständig Anhalten / vnd denHandel vmbstänblig vnd hochbcthcurlich erzchlen/wil sie sich doch inkeinem Wege bereden lassen. Die Hcncn aber/ als sie F. Tage vndNacht für der Thür gelegen / vnd die Krönung vmb gewisse Vrfachekeuien fernern Verzug leiden wolle / haben mit Zuziehung andererHer:n gewaltsamer weise ms Gemach brechen wollen. Als die Mutterdiesen Ernst gesehen/ hat sie die Thüren eröffnet/ vnd zu ihrem Sohngesaget; Gehe hm mein Kind durch demer Mörder Hände zu demcmVater/Gott mags rechen!

Als diese beyde hinein treten / stehet in grosser Angst/

zitkert/tMd bcbek/Scmclcjian vndLkokro v k^i-sa aber fallen alsbald

für ihm nieder/küssen ihm die Füsse vnd wunschcnGlück zur künfftigcnRegierung; Da wurde dasSchrecken der Mutler vnd Sohn in grosseFreude verwandelt. Sie führen den Candidaten alsbald m das ))alatvivaucbi-mcg'cpcnihn/jhrcmGcbrauchnach/auffemcttklcincnTischüber die Xsllr?w akäolec oder Tapeten der Iufiltz / wie sie es nennen/(denn jeglichem newcn König vom selben Geschlechte wird ein kleinerncwcr Tapet über die Alten / vnd also etliche Stück auffeinandcr ihmuntergeleget) fordern d-e grossen Hmen zusammen / setzen ihm d»cKrone auff/ kttuliren ihn Zeff-ick 8cü, mit demütigem FußküssenGlückwünschcnd zur neivcn Regierung.

Er hat aber sem Reich Mit sehr viel Blukvergiessen bestätiget/ vndalso Tyrannisiret/ dergleichen in etliche hundert Jahren von keinemKönige in Persien geschehen / Dann er hat auffdes alten RcicheCan-cclers vnd des obgcdachtcnkuttam rslFcldherm/inTiff-

s,s Gubernatoren / vnd Andern Aügcben/die'/so ihm am GeblütcVerwand vnd die fürnembsten Haupter des Landes / theils durch an-dere/theils mit eigener Hand nieder gesebcll vnd auß dem Wege gercu-nlet. Durch solch Nicdcrmctzcn ist er hernach so sachzornig vnd Blut-durstig geworden/ daß er weder Freund noch Feind geschonck/vnd offtvmb schlechter Vrsachen willen die ieute jämmerlich zugerichtet vnd

I i i iij Cr-

tzsin

wird zur Krä-nlliig gefor-dert.

Zcil

wirdKöntg.

Das Regi-ment wirdmit vielemBlut bestä-tiget. ^