Reise Beschreibung. 4zz
leicht erhielte/wurde also das Magdlein von 8c6 Mutter verwahretvnd aufferzogen. Mit derselben zeuget 8eü Xiyrlä einen Sohn Sa-mens 8sm welcher dem Großvater lücceäircrc, denn 8cksckhakte seinen Sohn 8cti ^l^rlä vmbbringen lassen. Vnd zwarauß folgenden Vrfachen:
Als des alten 8cKacK Xl?»z Regierung etlichen Chanen je lengtrje scherffer fallen wolle /hätttn sie lieber gesehen / daß H-bas zu seinenVätern gegangen.vnd der Sohn zum Regimen: gekommen were/warffen verwegen einö»n.lls in 8cki b/lprs» Hauß einen Briefs/ in wel-chem sie den Vberdruß des allzulange gelebtcn Königes / vnd begierdejh»n dem 8eti wegen Cron vnd Scepter nur bald zu Zcaculiren, ange-zeiget. 8e6 X^yrsA aber als ein auffrichkig Gemüthe bringet den Bneffzi,m Vater/entdecket ihm solche Vm'ähtcrcy/Mlk höchsten VnwilleNwider dieselbe. Der Vater lcsset jhm zwar die Treue seines Sohnswolgefallen / wil jhn doch nicht gantz auß allem Verdacht lassen / ge-reht darüber in so grosse Furcht / daß er endlich des Nachts wol dreymahl seine Schlaffstclle verendert / auch vermeinet daß Er von solcherFurcht nicht ehe befreyet werden könte/ es geschehe dann durch denTodt seines Sohns. Als verwegen der König mit feiner ganyen Hoff-stadk eins male in KKanverreiset/vnd zu Reschl ein Ohrenbläser denKönig in seiner Meinung starcketc/vorgcbendwie Ervermerekete daßetliche Chanen mit 8cüX^ris wieder den König conlpüirctcn»hat Er den cZeneral Fcld-Hcrm / des Nameits Kul-r?uAaick2n >vor sich gefordert / vnd jhm anbefahlen 8c6 Xlyrls vmbzubringcn/kul-e-uZsicKsn fält dem Könige zu Fusse / leget seinen Sebcl ab / be-gehret lieber seinen Kopss selbst zu nusscn/ais den Kopff des KönigesSohns anzutasten. Dann / saget er / die an mir erzeigte Gnade öndWolthak demes Hauses ist viel zu groß / daß ich wider dich vnd deinemBlute nur was böses gedeneken/geschweige so grosse Missethat ver-üben solkc. K.urc^uA-u war von Geburt vnd Religion ein ArmenischerChrist / in der jugcnd von den Tarker»» gcstolen/ beschnitten/ vnd alsein S chlavc dem König /.bss vcrkaufft / Weil man aber an jhm einegute NakUr/Auffrichtigkcit/auch eine sonderliche Tapfferkeit im Krie-gcswcftn verspüret/hat man jhn Herfür gezogen/über Empkcr gesetzct/vnd endlich garzum 8crcjsw vderGcneralKcldhcrm über gantzPcrsienverordnet/ hat auch wieder die Feinde einen Sieg nach dem andern er-halten / daß 8cksck auß 4icbe jhm allezeit oder Hcrm gc-nennct. Als dieser obgcdachtcr »nassen sich entschuldiget/wird er ge-lassen /vnddtelcxccucjon einem Edeltnankclzuclzclc genant/anbe-fohlen. Dieser lessct sich willig darzu finden/ gehet gewapnet dc»n 8ekwelcher auß dem Bade auff einem MaulEsil geritten ka»n/vnd nur einen Pagen bey sich hatte / entgegen / fält dem MaulEsil inden Jaum/vnd spricht steige ab 8cK Kiyl-sa, deines Vaters Befehl ist/daß du sterben sott / vnd stieß jhn vom Pferde / Darauff schlüget 8e6
I i i Xi/r-
8sm
rühmlichesBeginne».
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