Reise Beschreibung. 40,
wüsten nicht was sie vns auß 4iebc gutes thun soltm / verehrten vns ^menerviel schöne Fruchte/vnd köstlichen Wem. Es kam der Armenische tmnisguns. >-Gubcrnakor 8et'erssbckmit etlichen grossen Hcrm die Gesandten zu-besuchen/waren lustig vnd verehrten vns zwoRehebocke/ ^ km genant/vnd etliche Reiher/welche die Gesandten nach Ispahan in die Kücheschassen liessen.
Als der König vernam /daß vns der Mehemandar von jhm ab/vnd in ein ander Dorff gclegct / ist Er auff selbigen gantz vnwillig ge-worden/hak aiissden Abend noch Hingesand vns zurücke holen / vnd inein Hauß / so nicht weit von seinem Gemache / verlegen lassen. Wirwaren kaum ins Quartir gekommen / da brachten sie vns viel Fruchtevnd Speisen in güldenen Gefassern/vom Könige geschickt.
Den iö. diests frühe vor der Sonnen Auffgang ließ der Königvns entbieten / daß Er nur mit wenig Personen auff emen Kranich- Ktanichfanz.fang gehen wolte/es solten die Gesandten auch nur selb dritte kommen/damit die Vogel nicht durch em grosses Gereusche gescheuchkertwurden/Die Gesandten ritten >mt P. Joseph allcme/bald darauffalsdcrTag anbrach/ viid der Zug geschehen / wurden die andern Völeterauch nachgeholet. Es war ein verdeckter Gang in die Erde gcmachct/vnd hinter demselben der Herd mit Korn bestreuet/darauss die Kra-mchc hcuffig gefallen/vnd bey so.Stück gefangen worden. Der Kö-nig steckt etlich e Feiern darvon auffseinen Bund/vnd gab jeglichemGesandten auch zwey auffjhre Hüte zustecken. Hernach ritten sie bißzur Mittages Malzeit imFclde hcrumb/vnd fiengen mit Falcken nochetliche Vogel. Die Malzeit wurde widerumb im vorigem Dorsse ge-halten / worbey des Königes Musicanten auffwarteten/ vnd der Kö-nig sich lustig erzeigete.
Gegen Abend ließ der König die Gesandten sampt ck. Personenzur Enten vnd wilden Gänse Jagt fordern / welche bey einer halbenMeile vom Dorsse angestellet war.Als sie bald darbey kamen/stieg derKömg/dieGesandten/vn Völcker ab/gie>tgen 2. Bogenschüß zu einerlangen von Erd auffgcworssenen Hütten / hinter welcher am Vfer ei-! nes kleinen Baches bedeckte Netze gelegn. Dann am selben Wassersteh viel solch Federwild auffhalten soll. Sie musten sich alle zum Kö-nige in dicHütkc.bkgcbcn / vnd an den Wänden herumb sitzend etlichegüldene Flaschen mit Wein helssen außtrincken. Als sie aber biß ge-gen Abend gcsessen/vnd kein Vogel recht auffsitzen wolte/ritten sie wi-der zum Nachtlager. Da dann der König abermal den Gesandten zumNachtessen etliche grosse güldene Schüsseln voll kalt Schaffsieisch/eine grosse Schale voll saure Schaffmilch/Käse/vnd darneben in etli-chen Schalen etliche Citronen/ andere frische vnd eingemachte Fruchtbringen ließ.
Folgenden Tag stclleke der König cine ThierIagt an/nam dieGesandten sampt allenVölckern mit sich/ließ viel Falcken/3. abge-
Eee rich-