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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Reise Beschreibung. 40,

wüsten nicht was sie vns auß 4iebc gutes thun soltm / verehrten vns ^menerviel schöne Fruchte/vnd köstlichen Wem. Es kam der Armenische tmnisguns. >-Gubcrnakor 8et'erssbckmit etlichen grossen Hcrm die Gesandten zu-besuchen/waren lustig vnd verehrten vns zwoRehebocke/ ^ km genant/vnd etliche Reiher/welche die Gesandten nach Ispahan in die Kücheschassen liessen.

Als der König vernam /daß vns der Mehemandar von jhm ab/vnd in ein ander Dorff gclegct / ist Er auff selbigen gantz vnwillig ge-worden/hak aiissden Abend noch Hingesand vns zurücke holen / vnd inein Hauß / so nicht weit von seinem Gemache / verlegen lassen. Wirwaren kaum ins Quartir gekommen / da brachten sie vns viel Fruchtevnd Speisen in güldenen Gefassern/vom Könige geschickt.

Den iö. diests frühe vor der Sonnen Auffgang ließ der Königvns entbieten / daß Er nur mit wenig Personen auff emen Kranich- Ktanichfanz.fang gehen wolte/es solten die Gesandten auch nur selb dritte kommen/damit die Vogel nicht durch em grosses Gereusche gescheuchkertwurden/Die Gesandten ritten >mt P. Joseph allcme/bald darauffalsdcrTag anbrach/ viid der Zug geschehen / wurden die andern Völeterauch nachgeholet. Es war ein verdeckter Gang in die Erde gcmachct/vnd hinter demselben der Herd mit Korn bestreuet/darauss die Kra-mchc hcuffig gefallen/vnd bey so.Stück gefangen worden. Der Kö-nig steckt etlich e Feiern darvon auffseinen Bund/vnd gab jeglichemGesandten auch zwey auffjhre Hüte zustecken. Hernach ritten sie bißzur Mittages Malzeit imFclde hcrumb/vnd fiengen mit Falcken nochetliche Vogel. Die Malzeit wurde widerumb im vorigem Dorsse ge-halten / worbey des Königes Musicanten auffwarteten/ vnd der Kö-nig sich lustig erzeigete.

Gegen Abend ließ der König die Gesandten sampt ck. Personenzur Enten vnd wilden Gänse Jagt fordern / welche bey einer halbenMeile vom Dorsse angestellet war.Als sie bald darbey kamen/stieg derKömg/dieGesandten/vn Völcker ab/gie>tgen 2. Bogenschüß zu einerlangen von Erd auffgcworssenen Hütten / hinter welcher am Vfer ei-! nes kleinen Baches bedeckte Netze gelegn. Dann am selben Wassersteh viel solch Federwild auffhalten soll. Sie musten sich alle zum Kö-nige in dicHütkc.bkgcbcn / vnd an den Wänden herumb sitzend etlichegüldene Flaschen mit Wein helssen außtrincken. Als sie aber biß ge-gen Abend gcsessen/vnd kein Vogel recht auffsitzen wolte/ritten sie wi-der zum Nachtlager. Da dann der König abermal den Gesandten zumNachtessen etliche grosse güldene Schüsseln voll kalt Schaffsieisch/eine grosse Schale voll saure Schaffmilch/Käse/vnd darneben in etli-chen Schalen etliche Citronen/ andere frische vnd eingemachte Fruchtbringen ließ.

Folgenden Tag stclleke der König cine ThierIagt an/nam dieGesandten sampt allenVölckern mit sich/ließ viel Falcken/3. abge-

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