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Ander Theil der pcrsianisthen
Thiergarceu.
1000.1 iciril, men»tura^.
?,x. 40».Wilde Esel.
Streik derSchützen.
Ohren ab-scheiden.
richtete ieoparden vnd etliche wenig Hunde mit nehmen. Nachdemwir eine gute weile geritten / vnd auff dein Felde nichts angetroffen/führet Er vns in einen grossen Thiergarten/dessen Vmbkrcch sich auffeine grosse Meile wegee erstrecke« / Sie nennen jhn blalärc/ink, weiles ein Platz/ da man tausend Scheffel Korn emsccn kan / war mit ho-hen Mauren auffgeführet/ vnd m z. Theil unterschieden. Im erstenwerden Hirsche / Hasen vnd Füchse gehalten. Im aiidern die obgc-dachten Damhirsche/^tiu,vnd im dritttil wilde Esel/welche sieK.uKr-ksri nennen. Der König ließ anfänglich die Leoparden vntcr die ^Kulanffen/vnd drey von denselben fangen. Als nur an die wilden Eselkamen/vnd derer einer stille stehen blieb / hieß der König den Gesand-ten Brügman auff selbigen eine Pistole lösen/ da aber der Schuß miß-gerieht/nam der König lachend sc.ncn Bogen vnd Pfeil zur Hand/vnd schoß im vollem Currier einen lauffcndcn Esel in den holen scib.Item einen andern mitten in die Skirn/vnd hernach sonst noch etliche.
Man sahe/daß derKömg seinen Bogen vnd Scbcl wol zugcbrau-chen wüste; Er schösse niemals/wenn Er zu Pferde saß/es muste danndas Wild so wol als sein Pferd in vollem Hausse seyn / vnd that keinenSchoß vergebens. In dem er einen Kukr, welcher garAam war/ vndnicht tauffen wolke/amraff/gieng Er zu Fusse hinzu / vnd hieb jhn mitdem Scbcl durch den Rücken biß auff die helffte des Bauches/den an-dernHieb that Er an den Halß/ vnd kam in eine»HStreich biß auff einwenig nach gantz durch/ Dar-auffnam einer von dtn Chanen den Se-belvon ihm/vnd steckte jhn abgewischet wider indie Scheide. Nachdiesem ritten wir ingesampt etliche Bogenschüsse fort / zu einem kleinenThierhoff/so mitten ,m selben Garten. Im hinreiten verunwilligtcnsich zwenc von des Königes Schützen / so jhm seine lange Röhre nach-trugen. Der jünger vnd geringer vnter diesen schoß auffdes KönigsBefehl nach einem mit einem Pfeil verwundeten Kuw-, der älter vndFürnehmer aber wol« dem jüngern nicht die Ehre gönnen/eil« zu-gleich auffsclbigs Thier/schoß aber fehl/vnd wurde verlacht. Dieserlcssct den König ein wenig vorbey reiten/vnd hawtt hernach mit demSebel dem ändernden Daumen auß der Hand^Der verwunde« läufstMn Könige vnd klaget / darauff befiehlet der König des ThätersKopff herzubringen / jhm wurde aber äuff Vorbitte das tcben ge-schenckt/vnd beyde Ohren abgeschnitten. In dem aber derLxccurorheuchelte/vnd die Ohren halb sitzen ließ / ritte der GroßMarschall^lorculaculi cksn zurücke / stieg vom Pferde vnd schnitte mit seinemMesser selbst den Rest glat am Kopffc hinweg. W,r verwundertesvns/daß allhier die Chanen oder Fürsten Scharffrichter Arbeit zuv«-richtcn sieh nicht schämeten.
Im jtzterwehntcn kleinem Thierhoff war eine auffgemaure«Büne oder Thcalrum/auff welches sich derKömg mit vns begab.Es wurde anfänglichConfect auffgesetzck/vnd etliche mahl hcrumb ge,
trun-