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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Ander Theil der pcrsianisthen

Thiergarceu.

1000.1 iciril, men»tura^.

?,x. 40».Wilde Esel.

Streik derSchützen.

Ohren ab-scheiden.

richtete ieoparden vnd etliche wenig Hunde mit nehmen. Nachdemwir eine gute weile geritten / vnd auff dein Felde nichts angetroffen/führet Er vns in einen grossen Thiergarten/dessen Vmbkrcch sich auffeine grosse Meile wegee erstrecke« / Sie nennen jhn blalärc/ink, weiles ein Platz/ da man tausend Scheffel Korn emsccn kan / war mit ho-hen Mauren auffgeführet/ vnd m z. Theil unterschieden. Im erstenwerden Hirsche / Hasen vnd Füchse gehalten. Im aiidern die obgc-dachten Damhirsche/^tiu,vnd im dritttil wilde Esel/welche sieK.uKr-ksri nennen. Der König ließ anfänglich die Leoparden vntcr die ^Kulanffen/vnd drey von denselben fangen. Als nur an die wilden Eselkamen/vnd derer einer stille stehen blieb / hieß der König den Gesand-ten Brügman auff selbigen eine Pistole lösen/ da aber der Schuß miß-gerieht/nam der König lachend sc.ncn Bogen vnd Pfeil zur Hand/vnd schoß im vollem Currier einen lauffcndcn Esel in den holen scib.Item einen andern mitten in die Skirn/vnd hernach sonst noch etliche.

Man sahe/daß derKömg seinen Bogen vnd Scbcl wol zugcbrau-chen wüste; Er schösse niemals/wenn Er zu Pferde saß/es muste danndas Wild so wol als sein Pferd in vollem Hausse seyn / vnd that keinenSchoß vergebens. In dem er einen Kukr, welcher garAam war/ vndnicht tauffen wolke/amraff/gieng Er zu Fusse hinzu / vnd hieb jhn mitdem Scbcl durch den Rücken biß auff die helffte des Bauches/den an-dernHieb that Er an den Halß/ vnd kam in eine»HStreich biß auff einwenig nach gantz durch/ Dar-auffnam einer von dtn Chanen den Se-belvon ihm/vnd steckte jhn abgewischet wider indie Scheide. Nachdiesem ritten wir ingesampt etliche Bogenschüsse fort / zu einem kleinenThierhoff/so mitten ,m selben Garten. Im hinreiten verunwilligtcnsich zwenc von des Königes Schützen / so jhm seine lange Röhre nach-trugen. Der jünger vnd geringer vnter diesen schoß auffdes KönigsBefehl nach einem mit einem Pfeil verwundeten Kuw-, der älter vndFürnehmer aber wol« dem jüngern nicht die Ehre gönnen/eil« zu-gleich auffsclbigs Thier/schoß aber fehl/vnd wurde verlacht. Dieserlcssct den König ein wenig vorbey reiten/vnd hawtt hernach mit demSebel dem ändernden Daumen auß der Hand^Der verwunde« läufstMn Könige vnd klaget / darauff befiehlet der König des ThätersKopff herzubringen / jhm wurde aber äuff Vorbitte das tcben ge-schenckt/vnd beyde Ohren abgeschnitten. In dem aber derLxccurorheuchelte/vnd die Ohren halb sitzen ließ / ritte der GroßMarschall^lorculaculi cksn zurücke / stieg vom Pferde vnd schnitte mit seinemMesser selbst den Rest glat am Kopffc hinweg. W,r verwundertesvns/daß allhier die Chanen oder Fürsten Scharffrichter Arbeit zuv«-richtcn sieh nicht schämeten.

Im jtzterwehntcn kleinem Thierhoff war eine auffgemaure«Büne oder Thcalrum/auff welches sich derKömg mit vns begab.Es wurde anfänglichConfect auffgesetzck/vnd etliche mahl hcrumb ge,

trun-