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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Newe persianische

'Russen gleit-den kein Fe-geftur.

Warumb siefür die See,len der Ver-storbenen bit-ten lassen.

Das bewei-nen der Tod-ten jmNmve.

oder Münch 4. Wochen vnd drüber alle Tage / der Morgens vnndNachmittage etliche Psalmen Davids lesen. Dann ob zwar die Rus-sen nichts halten vom Fegcfeur / halten sie doch darfür/ das zwey ge-wisse örter scynd/ wohin die Seelen der verstorbenen kommen/ da Siedes jüngsten Tages/vnd der wiedcrbringung ihrer-Leiber erwarten;Die Frommen zwar in Geselschafft der H. Engel »m Himmel/dieGottlosen aber in einem finstern Thal/ vnter die böse Geister.

Daher vermeinen Sie das dicSecle/weu sie außfahre/vü gleichsamauff der Reise zum andern ieben begneffen/durch fleissig Gebet vndVorbitte jhrcs gewesenen Beichtvaters vnd andererer Popen auffdierechte Bahn zur Freuden könne gebracht / vnd zur Genmnschafft derHeiligen auffgcnommen werden. Ddcr da sie ja zur Hncken >n dasAngstThal gegangen wehre / dennoch Gott durch die MeßOpffcrvnd Gebet erweichet vnd erbettln wurde / daß Er seinen Zorn wiederSie fallcn liesse/vnd jhnen am grossen Gerichtstage desto gnädiger er-scheinen möchte.

Sie parenriren oder begehen auch das Gedächtniß der Todtenjahrlich mit einem Lonvivio, an dem Tage/ an welchem sie gestorben/sonderlich wenn Er emc fürnehme Standes pcrsone gewesen. Et-liche gehen zu gewissen Zeiten auff die Gräber jhrer Freunde/beklagendie Todten/vnd thun eben solche Fragen an Sie/wie obgemeldet.Warumb Er doch gestorben!?. Solche Begängnisse haben wiran vnterschiedlichen Orten/sonderlich aber zur Narve am H.pfingst-aben> in grosser Versambtung gesehen. Es war der Gottcs-Aekervoll Weiber/ weiche auff die Gräber vnd Grabsteine der jhrigen/so theils vor f. vnd mehr Jahren begraben gewesen / schöne bunteSchnuplüchcr außbrcitcten/vnd eine Gchüssel/auff welcher drey oder4. lange pfankuchen/pyrogen/ etliche dröge Fische vnnd gefärbteEyer aufffayten. Etliche stunden / etliche fassen auff den Knien / et-liche hatten sich gar über die Gräber gcstrcckct/hculten vnd schrien mitvollem Halse/vnd zwar einen gewissen Thon : Sie kunten sich sokläglich anstellen/als wenn der Todte densclbenTag erst wehre be-graben worden. Weil aber solch Tramen / vnd Weheklagen nichtauß seinem rechten Brunnen hcrflosse/sondcrn nur imMunde gewach-sen vnd in cusserltchen Gcbcrdcn bestundc/kunte es von einem jeglichenleicht inccri-umpil-cc vnd zerstöret werden. Dann wenn fitdie färüber-gehcnde ansahen/ vergasten S»e das Klagen / rederenftölich vndlache<en jhnen bißwcilen zu; fiengen darauff wieder an sichkläglich zucrhcben. Eine junge Fraw sol damals/ wie vns andere be-richtcten/viiter andc:n klagen über jhrcn verstorbemnMann auch diesegeführet haben: Ach! bistu etwa darumb gestorben / daß ich dre nichtschön genug war ^ Ich hatte mich ja alle Tagegeschmincket. Danndas schminckcn geschiehet bey jbncn öffentlich/viid fast bey allen / wiep. 1Z7. gesaget worden. Der Pope g:cng mit zweye». Dictiern /hatte

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