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Newe persianische
'Russen gleit-den kein Fe-geftur.
Warumb siefür die See,len der Ver-storbenen bit-ten lassen.
Das bewei-nen der Tod-ten jmNmve.
oder Münch 4. Wochen vnd drüber alle Tage / der Morgens vnndNachmittage etliche Psalmen Davids lesen. Dann ob zwar die Rus-sen nichts halten vom Fegcfeur / halten sie doch darfür/ das zwey ge-wisse örter scynd/ wohin die Seelen der verstorbenen kommen/ da Siedes jüngsten Tages/vnd der wiedcrbringung ihrer-Leiber erwarten;Die Frommen zwar in Geselschafft der H. Engel »m Himmel/dieGottlosen aber in einem finstern Thal/ vnter die böse Geister.
Daher vermeinen Sie das dicSecle/weu sie außfahre/vü gleichsamauff der Reise zum andern ieben begneffen/durch fleissig Gebet vndVorbitte jhrcs gewesenen Beichtvaters vnd andererer Popen auffdierechte Bahn zur Freuden könne gebracht / vnd zur Genmnschafft derHeiligen auffgcnommen werden. Ddcr da sie ja zur Hncken >n dasAngstThal gegangen wehre / dennoch Gott durch die MeßOpffcrvnd Gebet erweichet vnd erbettln wurde / daß Er seinen Zorn wiederSie fallcn liesse/vnd jhnen am grossen Gerichtstage desto gnädiger er-scheinen möchte.
Sie parenriren oder begehen auch das Gedächtniß der Todtenjahrlich mit einem Lonvivio, an dem Tage/ an welchem sie gestorben/sonderlich wenn Er emc fürnehme Standes pcrsone gewesen. Et-liche gehen zu gewissen Zeiten auff die Gräber jhrer Freunde/beklagendie Todten/vnd thun eben solche Fragen an Sie/wie obgemeldet.Warumb Er doch gestorben!?. Solche Begängnisse haben wiran vnterschiedlichen Orten/sonderlich aber zur Narve am H.pfingst-aben> in grosser Versambtung gesehen. Es war der Gottcs-Aekervoll Weiber/ weiche auff die Gräber vnd Grabsteine der jhrigen/so theils vor f. vnd mehr Jahren begraben gewesen / schöne bunteSchnuplüchcr außbrcitcten/vnd eine Gchüssel/auff welcher drey oder4. lange pfankuchen/pyrogen/ etliche dröge Fische vnnd gefärbteEyer aufffayten. Etliche stunden / etliche fassen auff den Knien / et-liche hatten sich gar über die Gräber gcstrcckct/hculten vnd schrien mitvollem Halse/vnd zwar einen gewissen Thon : Sie kunten sich sokläglich anstellen/als wenn der Todte densclbenTag erst wehre be-graben worden. Weil aber solch Tramen / vnd Weheklagen nichtauß seinem rechten Brunnen hcrflosse/sondcrn nur imMunde gewach-sen vnd in cusserltchen Gcbcrdcn bestundc/kunte es von einem jeglichenleicht inccri-umpil-cc vnd zerstöret werden. Dann wenn fitdie färüber-gehcnde ansahen/ vergasten S»e das Klagen / rederenftölich vndlache<en jhnen bißwcilen zu; fiengen darauff wieder an sichkläglich zucrhcben. Eine junge Fraw sol damals/ wie vns andere be-richtcten/viiter andc:n klagen über jhrcn verstorbemnMann auch diesegeführet haben: Ach! bistu etwa darumb gestorben / daß ich dre nichtschön genug war ^ Ich hatte mich ja alle Tagegeschmincket. Danndas schminckcn geschiehet bey jbncn öffentlich/viid fast bey allen / wiep. 1Z7. gesaget worden. Der Pope g:cng mit zweye». Dictiern /hatte
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