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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
191
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Reise Beschreibung.

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ländcrn ist gehalten worden. Dieser Laron vmb des GroßfürstenGnade vnd der grossen Hmn Gunst zuhaben nimpt die Russische R.e-IiZwn an/lcsset sich vmbtauffm/vnd wird Ivan gcnandk. Die Russenwie auch der Larc>n,hctten gerne gesehen/bemüheten sich auch sehr/das die Frawe/ so vetormirrcr i^eliZion war / sich auch gutwilligmöchte vmbkcklffcn lassen. Als sie aber sich geweigert/hat der Pa-triarch! anfänglich mit guten Worten vnnd stattlichen Verheisun-gcn sic zugewinnen versuchet; Da aber Piß nichte verfangen wollen/mit harten Drauwortcn an sie gesctzek/ darauf sie emen Fußfall g<-than mit demütiger bitte / man wolte ihr lieber das 4ebcn nehmen/alsjhrc ^cliZion; DannGie wölke dardey leben vnd sterben/man möchtees auch Mit ihr machen wie man wolte. Ihre Kmder / so sie mit demLaron gezcuget/ hat man ihr mit gewalt genommen/vnd ailff Russischgetalisst. Der Vater/weicher der Tochter halben auch einen Fußfallgethan/ist m,t dem Fusse hinweg gestossen/sie aber mit gewalt gekauftworden. Dann der patriarche gcsagct/man muste sie/weil sie es nichtverstünde/als ein Kmd rraLtu-cnvnd zur Tauffe schleppen. Bey derTaufe hak Sie sich sehr wiederwertig angestellet; Dann da Sie anden Bach gebracht/die Kleider jhr mit gewalt außgezogen worden/vnd auf geheiß der Nonnen/ welche Die tauffcn musten/auffihre R-e-liZion, nach Gebrauch/speyen foltc/hatSie der einen Nonnen/diesolches befohlen / ins Angesicht gespieen. Vnd in dem Sie ins Was-ser gedauchck wurde/eine andere Nonne mit sich hinunter gerissen/vnd darneben gesagek: Den -leib könnet jhr zwar emdauchen / aber dieSeele w«rd darvon nichts empfinden. Nach solcher gezwungenenTauffc oder Wasserbadt ist sie mit ihrem Manne nach her Stadtlnvackg, daselbst Er als Weywode gukermrcn solte verschicket wor-den. Ais aber nach verflossener Jett dem Gebrauch nach dieWcy-woden Stelle vcrcndcrk / der Laron wieder in Mußcow gefordertward / vnnd auch bald darauf starb/wolte die Wtttwe den Russischenkakic wieder ablegen/ vnd zu ihres Glaubens genossen in die Kirchegehen/Aber es bekam ihr nicht wol; Man risse ihre zwey Söhne vonjhr / vnd vntcr gab sie einem Russischen Her:n / dieselbe zucrziehen.Sie aber ward sampk einer kleinen Tochter/in ein auff etliche Mei-len von Mußcow gelegenes Kloster Lclc>llc>rs gcnandk/gesandt vndverwahret/ in welchen, sie/ als ein jung Mensch von ii. Jahren vnterden alten Nonnett Fünf gantzcr Iahr gleich als im Elende trostloßleben muste. Dann Sie nicht allein die Gegenwart vnd Lonveria-ttc>n ihrer Söhne/Vaters vnd andern Freunden beraubet seyn muste/sondern dürfte auch nicht emst jhr ^.ebcn vnd Instand an d,e ihrigen/weder dieselbe an sie öffentlich zuerkennen geben. Gleichwol hat Siesich vor den Russischen Bildern nicht neigen vnd beten wollen; Ja hatvielmehr die Nonnen/als die Nonnen Sie/auf ihre Meinung zu-bringen begunk.

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Laronz-ierrette Kcmonrein Franzoselessee sich vmb-täuffen.

Dessen Frawwirb mir ge-wale vmbge-rauffe.

Die Frawwird in einKloster ver-stoßn vnd 5.Jahr darin-nen gehalten.

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