7?ewe pcrsiantsche
I»venrio»einer gehei-men Bot-schafft.
Dü Fkawwirdauß demKloster erlö-ftt/vnd widerin Mußcowgebracht.
Ein r»r Ex-empel desMenschli-chen Alters.
DteMußco-witcr duldenatiel) bey sich«nbereReli-gions Ver-wandten.
Russen seyndJuden vndPapistenfeind.
In werendem Elende hat ihr einsmal das Glück so wol gewolt/daß Sie in geheim durch eine sonderliche Invcmivn Zeitung von denIhngen bekommen können. Dann als einDeuescher Schiferdeckerdasselbe Kloster zubestcigen auß Mußcow geschickt war/vndSiemitdemselben der ihngen halber reden wollen/seynd zwar die Nonnen alle-zeit mit jhr gegangcn/vnd es verhindett. DerSchiferdcckcr aber/damitEr gleichwol mtt ihr / von den Russen vnvermcrckt/reden kunte/rieffofft seinem Jungen zu / sahe jhn bißweilen mit zornigcn Geberden vndDrawungen an/ redete vnter des mit ihr/was chm anbefohlen war/oder wo sie etwa m ftinemAbwesm einen Brieff finden solte. Daraußprecsiumü-ccii die Nonnen nichts anders/als daß der Meister seinenJungen vmb ettvas grstraffet/ oder ihm etwas zuthun befohlen hatte.
Durch diß Mittel bekam die gute Frawe Nachricht/gab auchwieder Antwort/auch in gestalt / als wenn sie für den Jungen ge-beten hette.
Endlich ist sie/nach dem der Patriarche gestorben/durch Ver-bitte/grosse Mühe vnd Arbett der ihrigen auß dem Kloster erlöset/ vndwieder nach Mußcow gebracht worden. Woselbst sie ftzo in ihremHause stille für sich hm/iedoch mu ihren zweyen Söhnen/welche Rus-sen ftynd / bey jederman in guten Ansehen lebet. Der elteste SohnDavid ivano viu ist newlich in die Ordnung der grossen Herm zuHoffe auffgcnommen worden.
Diese Tugcndreichk XisrronÄ, Namens ^-NNS ist die elteste vnter<5.Schwestcru/so jsto noch in Mußcow feynd/deren eme an den Edeln?ercl -?^zrceUrim, die ander an Hcrman Aentzel/fArnehmen Katiff-man daselbst verheyrahtet/Die jüngsten drey seynd noch Jungfern/jtziger Jeu am selben Orte vnter den vornehmen vnd schönen die schön-sten. Ihr Großvater ^VilKelmLarnesIoi, welcher noch jtzo in En-gclland lebet/ist irz. Jahr alt/hat nach dem Er die ic>o. Jahr seinesAlters erreichet/vnd Wtttwer gewesen sich noch ein mahl m den Ehe-stand begeben / Ist ein nvcadcl Exempel.
Du Mußcowiter köimcn sonst allerhand narionen vndgionen wol bey sich dulden / außgenommtn Juden vnd Papisten /welche sie n.cht gerne hören noch sehn mügen/ "Nnd kan man einemRussen mit Schelten nicht weher thun/als wenn man ihn cmcnIudenschild. Diesen seynd sie darumb so femd/weil sie den HErm Chnstumgemartert vnd accrcutzlget haben. DiePapisten aber/ivlcwol du m vie-len Stücken mit der RussenK.cIi^ic>li vnd tüercrnnnmn uberem stim-men/könnm sie doch nicht vertragen/vnd zulassen/daß Sie bey ihnenwohnen vnd jhr excrciciumkellgiun«; frey tteiben mügcn.Viellttchtwegen der Thätigkeiten so vor diesem die Polnische Soldaten an ih-ren Bildern vnd Kirchen verübet hatten / worüber sie vnter andernschmerzlich klagetcn/ als p. 156. zu sehen. Die Frankoscn haben vorwenig Iahren angehalten / vnd vmb crlaubniß gebeten ein Ichutcr