Newc Pcrflantsche
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Erde fallt/der wird hart gestraffet. Dann dasselbe ist jhm in der Ein-fassung oder Einweihung vom Bischosseauffgescht/vnd also ein hei-lig Banit. Aber daher bekömpt er nicht desto mindere Schlage / weilsie gemeiniglich versoffener vnd vnnützer als andere Leute seynd. Dannin dem man solches weiß/wird das Mützgcn zwar gcschonct / oder da-mit es nicht zur Erden falle/ m die Hand genommen / aber das Ange-sichtc vnd der Leib wol abgeschlagen/vnd dann das Mützgen wiederauffgcsetzet. Darvon wird hernach kein Wunder gemachet.
Priester müs' Die Popen vnd Priester/ so dem Altar dienen wollen/müssen Ehe-sen Heyracen. wciber haben/welche sie als Jungfern/vnd nicht Wittwen/viel weni-ger berüchtigte / oder so von berüchtigten Freunden seynd / jhnen müs-sen lrawen lassen; Befindet einer rmEhebette an jhr dleIungferschafttnicht / vnd kömpt auß / wird Er seines Ampts entseyet. Stirbt demPriester sein Weib/so kan Er dem Altar nicht mehr dienen / sondernmuß nur in der Kirchen lesen vnd fingen / Er darffauch nicht wiederzur andcmEhe schreiten/oder muß des KirchenDienstcs müssig gehen/den Geistlichen Orden auffsagen vnd einWeltman werden/welchesdenn nicht scltzam bey jhnen. Den Spruch S. pauli i. limoek. z.Em Bischoff sol seyn eines Weibes Mann. Verstehen fitdahin/daß ein Priester nothwendig emWeib haben müsse/vnd daßEr auch nicht mehr als eines Weibes Mann werden sol/ Darumbwann jhm die erst stirbct/ Er Wtttwer bleiben muß.
Der Gottesdienst wird in den hohen Festen / vnd fürnembstenkroceÄoncn von dem Patriarchen / Ivlccropolicen vnd Bischoffcnin Person / sonst aber durch die gemeine Popen verrichtet. Ihre höhtvnd »n vnscrn Kirchen gebräuchliche Feste haben fie nach den AltenCalender/wclchen fie auch gebrauchen/m-.t vns zugleich. Es bestehetaber jhr Gottesdienst darinnen/daß fie in den Kirchen täglich/ammeisten aber des Son-vnd Festtages oder Lra8mkcn,(so nennen fiedie Festtage/vnd haben derselben sehr viel des Jahres über) 3. mahlzusammen kommen/erst vor der Sonnen Auffgang/welches Sie 8a5renna, gegen Mittag 0decänizvnd gegen Abend Weeätckerni nen-nen. Da dann der Priester etliche gewisse Capittel auß der Bibel; dasEvangelium, bßwcilen einettomilism auß dcmLKrylossomo,etlichePsalm Davids/vnd Gebete liefet/vnd Mit vollem Halse finget/ fastnach art der bey vns gebräuchlichen ^.ncipkonen vndKclponlönen.Awlschen dem Lesen vnd Singen spricht der Priester zum offtern:
sc >e-rro^l< c -ospväi pomiiui, F)crr erbarm dich
meiner. Da dann alles Volck selbige Wort /Mit Creutzschlagen vndSegnen z.mahl nach saget.
Russen halten Nach dem gelesen vnd gesungen worden ist/gehet der Priester zumMesse. Altar vnd hclt mit seinen Capellan (welchen ein jeglicher Priester in al-len aäibuz bey fich haben muß) eine Messe. Vmer dessen stehen die
Leu-
Gebräuchenden allen Ca°lender.