Reise Beschreibung.
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Das Geistliche Regiment / Lonlittorial-Sachcn/vnd Gottes-dienst werden regieret vnd verwaltet von einem Patriarchen. 4.rropoliren, 4. Erybischoffm / vnd anderen gemeinen Bischoffen/Abten/München/vnd Popen oder Priestern/dieser scind so viel alsKirchen in Rußland.
Der Patriarch? als das Oberhäupt/ist vor diesem von den^e-rropo1icen,Erybischosscn/vndBtschvffen per vocs crwehlct/vomGroßfürsten conttrmircc, vnd von den Patriarchen zu Constanti-nopcl eingesalbet worden. Dieser aber ist per loreeln crwchlct/vndvon der Cleriseym Mußcow eingeweihet.
Er »st nur ein Abt im K loster gcwescn/vnd vnter andern pro ior-ma tmt vorgeschlagen / vnd m die Wahl gezogen worden. Weil jhnaber das^oß alsbald traff/vnd andern nicht wolgrfiehl/ist noch ein-mahl lörcirec worden: Vnd als jhm das Glücke/gleich wie vor tävo-rilirece, vnd gleichwol etliche Wiedcrrcden darbey vorlieffcn/ist das^oß zum dritten mahle hcrumb gangen/ da es ihm wieder traff/ hat derGroßfürst? gesagct: Ich sehe daß es ihm bescheret / vnd Er von Gottdarzu erkohren ist / Er so! auch Patnarche seyn / vnd kein ander. DerPatriarch? hak grosse ctiAmcec vnd Macht / führet so einen grossenTitel als der Großfürste / mag abschaffen vnd ordnen m Geistlichenvnd zu fortseßung enics Christlichen Gebens conccrmrenden Sachenwas er wil. Es wird ihm weder vom Großfürsten noch andern einge-redet, mel weniger widersprochen. Vnd weil Er in Rußtand »st gleichwie bey den Catholischm der Bapst; Also scynd dtt XiccropoÜccngleich den Cardinalcn. Diese wohnen an vnterschicdlichen herzlichenOrtendes Landes / haben sehr reiche Einkommen / daß/ wenn derGroßfürst wil Krieg führen / Sie / wie auch etliche reiche Klöster et-liche tausend Mann außrüsten können vnd müssen.
Der Patriarchc/die KLecl-opokcen, Bischoffe/ Abte vnd Münchegehen ausserhalb den aKibus publicis (da sie denn ihre Chorröcke vndMcßgewandt gebrauchen) alle in langen schwaryen Röcken/über wel-chen S,c noch einen schwarncn Mantel tragen / vnd haben in HandenStöcke / so oben einen guten Fingerlang fast in an^ulum i-eÄumgckrumt/wclchen Sie kotole nennen / Mit denselben gehen sie allezeit.Auffden Köpffc tragen sie schwarße Haben bey z. Elen weit/ auffde-ren mitte cmestciffe runde Platte als ein Teller/welche sie amHin-tcrtheil des Kopffes herunter hängen lasse»».
Die Popen aber tragen vnter ihren gemeinen Hüllen kleine rundeMützgen/scynd wie bey vns die Lalvrcen, vnter denselben müssen dieHaare glatt abgeschoren seyn/ aussen herab aber lassen Sie dieselbenlang wachsen/vnd fast wie die Weibes Haare/wenn sie Zu Felde ge-schlagen/herunter hangen. Das Mübgen nehmen sie niemals ab / eswehre denn daß sie den Kopffscheren liessen. Wer einen Popen schüi-gct /vno trifft jhn auff das Müstgcn/ oder machet/ daß es jhm auff die
Erde
Der Patri-archen,Muß-
cow.
Ksetropoli-teru..
Der Geistli-chen täglicher
Grosse Frey-heit der Prie-ster Mützgen.