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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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157
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Reise Beschreiblmg.

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sich auch nicht ein/sie wüsten nicht was sicgedcncken soltcn/sic kontensauft diese weise nicht lcngcr treiben/sie mustcnjhre Wolfarth beobach-ten/vnd Zu andern Mitteln greiften.

Ob nun zwar der Fcldhcn mit guten Worten Sie Auftiedcn zu-sprechen sich bcmühete/auch an etliehenVerbrechern der seinen schärftekxecunon ergehen liesse/kunte den Russen doch daran kein gnügengeschehen. Als Verwegen die Polen sich eines allgemeinen Auftruhreobefürchteten/hielten sie ftarcke Wache/ besetzten alle Gassen vnd Pfor-ten / vndvcrbotken/das kem Russe sich Mit einem tödlichen Gewehrsotrc bctrcttcn lassen / durch welches tue Russen noch mehr verbittertwurden/rottiren sich in etliche häuften an unterschiedlichen OrtenderStadt/das die Polen sie zuwiedcrstrcbcn sich zertheilen soltcn. DiePolen aber hergcgen zünden an vntcrschiedllche»t Orten die Stadt an/daß die Russen / so ferne sie jhr Weib/Kind/ vnd was jhncn sonst lieb/nicht wolten sehen im Rauch auftgchen / zu retten lauften mustcn;Darauß entstund ein solcher Brand vnd Blutbadt / daß inner 2. Ta-gen die grosse wett vmbgrieffcnc Stadt Michcow/aufgenommen dasSchloß vnd die steinern Kirchen/gantz eingeäschert/ der Mußcowitcrüber zwcymal hundert tausend vmbkommcn / vnd die übrigen verjagetworden scynd. Darauff-stdas Schloß/der Großfürstliche Schatz/Kirchen vnd Kloster gantz außgeplündert/ vnd ein vngleublichcs Gut/an Gold / Silber / Perlen / Edclgcstcinen vnd andern kostbaren Sa-chen weggebracht vnd nach Polen geschickt worden. Die Soldatensollcn/wie?crrciu5 schrcibet/auß übcrmuth jhreRöre »uik grosscnAaht-pcrlen geladen / vnd in die blufft geschossen haben. Solchen grossenRaub/vnd vntcr andern ein sehr groß Emhorn/so mit grossen Dia-manten vu andern köstlichen Steinen besetzet/beklagen die Russen nochheutiges Tages.

Vierzehn Tage nach solchem Tumult kam Aacharias -lippenaw(welcher neben andern zweyen vor diesem angestlfftek/daßdcr^uskiverstossen/vnd des Königes m Polen Sohn zum Großfürsten erwch-ltt wurde) Mit etliche tausend Mann/so er im -lande zusammen ge-bracht/in Mußcow an/ bclägcrtc die Polen auff dem Schlosse/welcheim Scharmützel auch ziemlich geschwächek waren / that jhncn grossenAbbruch/vnd brachte es dahin/daß die Polen aLcc>räircu,dasSchloßübcrgcben/vnd wieder miß dem iande ziehen musten.

Da die Russen wiederumb Meister im -lande warm/erwchltcnvnd krönten sie den jkigcn Großfürsten keäorci^lr^ wel-

ches geschahe im Jahr Christi 161z. Dieses sein Vater war keäorNikkir?, von des Tyrannen Ivan Valil: Geschlechte. Als der denEhestand verließ vnd sich in den geistlichen Orden begab / ist Er zumPatriarchen erwehlet worden / da Er denn seinen Namen gcenderk/vnd sich kitircc Nikiürx genandt. Der Sohn gleich wie Er von Na-tur sehr ftom vnd äevoc, also erwiese Er dem Vater/ so lange Er lebte

V iij alle

Aussnihr derMiißeowuerwieder dicPo»len in Witlß-cow.

Mußcowgantz abge-brande.

«lorovir?

tumGrsßsü»ften erwchletvndgckrönee161z.