Reise Beschreiblmg.
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sich auch nicht ein/sie wüsten nicht was sicgedcncken soltcn/sic kontensauft diese weise nicht lcngcr treiben/sie mustcnjhre Wolfarth beobach-ten/vnd Zu andern Mitteln greiften.
Ob nun zwar der Fcldhcn mit guten Worten Sie Auftiedcn zu-sprechen sich bcmühete/auch an etliehenVerbrechern der seinen schärftekxecunon ergehen liesse/kunte den Russen doch daran kein gnügengeschehen. Als Verwegen die Polen sich eines allgemeinen Auftruhreobefürchteten/hielten sie ftarcke Wache/ besetzten alle Gassen vnd Pfor-ten / vndvcrbotken/das kem Russe sich Mit einem tödlichen Gewehrsotrc bctrcttcn lassen / durch welches tue Russen noch mehr verbittertwurden/rottiren sich in etliche häuften an unterschiedlichen OrtenderStadt/das die Polen sie zuwiedcrstrcbcn sich zertheilen soltcn. DiePolen aber hergcgen zünden an vntcrschiedllche»t Orten die Stadt an/daß die Russen / so ferne sie jhr Weib/Kind/ vnd was jhncn sonst lieb/nicht wolten sehen im Rauch auftgchen / zu retten lauften mustcn;Darauß entstund ein solcher Brand vnd Blutbadt / daß inner 2. Ta-gen die grosse wett vmbgrieffcnc Stadt Michcow/aufgenommen dasSchloß vnd die steinern Kirchen/gantz eingeäschert/ der Mußcowitcrüber zwcymal hundert tausend vmbkommcn / vnd die übrigen verjagetworden scynd. Darauff-stdas Schloß/der Großfürstliche Schatz/Kirchen vnd Kloster gantz außgeplündert/ vnd ein vngleublichcs Gut/an Gold / Silber / Perlen / Edclgcstcinen vnd andern kostbaren Sa-chen weggebracht vnd nach Polen geschickt worden. Die Soldatensollcn/wie?crrciu5 schrcibet/auß übcrmuth jhreRöre »uik grosscnAaht-pcrlen geladen / vnd in die blufft geschossen haben. Solchen grossenRaub/vnd vntcr andern ein sehr groß Emhorn/so mit grossen Dia-manten vu andern köstlichen Steinen besetzet/beklagen die Russen nochheutiges Tages.
Vierzehn Tage nach solchem Tumult kam Aacharias -lippenaw(welcher neben andern zweyen vor diesem angestlfftek/daßdcr^uskiverstossen/vnd des Königes m Polen Sohn zum Großfürsten erwch-ltt wurde) Mit etliche tausend Mann/so er im -lande zusammen ge-bracht/in Mußcow an/ bclägcrtc die Polen auff dem Schlosse/welcheim Scharmützel auch ziemlich geschwächek waren / that jhncn grossenAbbruch/vnd brachte es dahin/daß die Polen aLcc>räircu,dasSchloßübcrgcben/vnd wieder miß dem iande ziehen musten.
Da die Russen wiederumb Meister im -lande warm/erwchltcnvnd krönten sie den jkigcn Großfürsten keäorci^lr^ wel-
ches geschahe im Jahr Christi 161z. Dieses sein Vater war keäorNikkir?, von des Tyrannen Ivan Valil: Geschlechte. Als der denEhestand verließ vnd sich in den geistlichen Orden begab / ist Er zumPatriarchen erwehlet worden / da Er denn seinen Namen gcenderk/vnd sich kitircc Nikiürx genandt. Der Sohn gleich wie Er von Na-tur sehr ftom vnd äevoc, also erwiese Er dem Vater/ so lange Er lebte
V iij alle
Aussnihr derMiißeowuerwieder dicPo»len in Witlß-cow.
Mußcowgantz abge-brande.
«lorovir?
tumGrsßsü»ften erwchletvndgckrönee161z.