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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Seite
145
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Reise Beschreibung.

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gen so viel zu wcge/sondcrlich wenn die Copeckcn helffen mik arbeiten/daß das gute Weib / ehe sie es vermuthet / etliche Nonncg ins Haußbekompt/dic jhr die Haare abscheren/ein Nonncnkteid anlegen vndnnt gemalt ins Kloster ziehen/darmnen sie denn die zeit ihres Gebensverbleiben muß. Denn wer einmahl;» diesem Stande sich hat lasseneinweihen/ daß jhmc dasScheermcsscr ist über den Koyffgangen/kan nimmer wieder hcrauß kommen/vnd in den Ehestand gelangen.

Diß muste zu vnser Zeit schmertzllch erfahren empolark / so denRussischen Glauben angenommen / vnd mit einer schönen jungenRussn sich verheyrahtct hatte. Als dieser nothwendiger Geschefftehalber verreisen/vnd über Jahresfrist aussenbleiben muste / mag derguten Krawen das Bette zu kalt geworden seyn/findet sich derhalbcnzu cmeni andern / vnd zeuget mit demselben ein Kind. Als sie nnn vonjhres Mannes Wiederkunfft hörcke/vnd von jhrcrHaußhalkung nichtgekrawcte gute Rechnung zu thun/läusset sie ins Kloster/vnd lassetsich scheren/da der Mann nach Hause kömpt/vernimpt du Sache/hat ihm nicht mehr gejammert/ als daß die Kraw sich zu einer Nonnenhatte scheren lassen/Er wolte es jhr gerne verzihen/ vnd sie wieder an-genommen/Sie auch sich zu jhme wieder begeben haben / Aber siekunten nicht wieder zusammen gelassen werden/ wie gerne sie auch wol-ten. Der karnal-cks vnd die Münchc hätten es für eine Sünde «n denheiligen Geist/die nimmer hektc mügen vergeben werden/geschähet.

Dahero vorzeiten Boris koeäro^ic? Quäeno v.ln dem er sahe/daß die Russen jhn gerne zum Großfürsten haben wolten / sintemahler sich in semem Qubcrnamcmc (dann Er des Großfürsten boeäorlvaoovic? Stadthalter war) also wol verhalten / daß sie keinen czus-liäcirtcrn als jhn finden konten/sich anstelleteals wolte Er das Re-giment nicht annehmen/ zu seiner Schwester ins Kloster liess/ vorge-bend/Er wolte em Münch werden. Die Russen aber eilekcn mit gros-sen Haussen/heulen vnd weinen zum Kloster / stehlen aufs die Erde/baten vnd flcheten / Er wolte doch Nicht mit dem Haar abscheren sogeschwinde eilen / Sie wolten jhn zum Großfürsten erwehlen. Vndob er schon sich anfänglich sehr weigerte/ließ er doch endlich durch solchsehnlich bitten vnd seiner Schwester imcrcclsioo sich bewegen zuthun vnd anzunehmen was er schon längst gerne gehabt/vnd keinemandern leichte gegönnet hette. Durch diß Mittel brachte cre dahin/daß die Russen mit derÄZahl vnd Krönung desto schleuniger verfah-ren / vnd jhm desto sffcAjonirter seyn musten.

So sehr die Russen das Kleischliche Beywohnen in-vnd ausserdem Ehestand jhnen belieben lassen/ so sündlich vnd vnrem halten Siees auch/vnd wollen nicht zulassen/daß/wenn solches geschehe/mandas TauffCreuhlein an dem Halse behalten/sondern so lange able-gen sol/Auch nicht daß es geschehe/wo jhre Bilder der Heiligen ste-hen / sie musten dann wol zugedecket seyn.

Ein Wetblauffr von ih»rcm Mannins Kloster.

T

Es

kori, <?uäe«nnv stelltetsich als wolreer ein Münchwerden.