369
von feuchter Luft die Lampe auslöschte. Ein kleinesGlassenster, in der Nische l>. oben angebracht, er-hellte die Badstube. Der Durchschnitt dieser Nische un-ter Figur III. zeigt die Form und Verzierung derselben.Ein anderer Durchschnitt von der Seite Figur II. zeigtdas Übrige des Badezimmers, wie auch den Ofen, wodas Wasser heiß gemacht und mittelst einer sinnreichenVorrichtung vertheilt wurde. Das Wasser floß nämlichzuerst in den Kessel I., und mittelst einer Röhre in denandern KesselL.; aber nicht anders als in dem Maaße,wie dieser geleert wurde. So mäßigten beide Kessel,auf welche das Feuer sehr ungleich wirkte, die Wärmen-grade. Das laue Wasser, welches nach und nach zum sie-denden floß, ersezte dasselbe, ohne es zu erkälten, undmittels der Kanäle 7. und 8. kam laues und kaltes Wasserin die Badwanne. War in dem Ofen 3. das Holz ver-brannt, so schob man die Kohlen unter den Vorplaz derKammer, deren Fußboden aus kleinen hohlen und durch-löcherten Pfeilern von gebrannter Erde getragen wurde,so wie sie unter Num. IV. abgebildet sind. Auf diesenPfeilern ruhten breite Ziegelplatten, und über diesen lagein etliche Zoll diker Estrich, und oben auf diesem einMusaik, wodurch die Einwirkung der Hize auf das obereZimmer oder c->liil-n ium gemäßigt wurde; 6. ist die Haupt-wand; 6 die aufrecht gestellten Ziegel an der Mauer, in-nerhalb welcher die Wärme aufstieg, wie bei g. ange-zeigt worden, und endlich 10. eine Afnung, um die warmeLust verdunsten zu lassen. Figur V. zeigt einen Theil desGrundrisses von dem Hause, worin sich das Bad be-fand.
Der untere Theil dieser Tafel gibt die Abbildung ei-nes Gemäldes aus den Bädern des Titus, auf welchemdie verschiedenen Theile eines Bades vorgestellt sind, mitdem Namen darüber, welches zum bessern Verständniß des