Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
Seite
CXLVII
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cxi.vii

ter; auch ist das Tuch viel zu groß, söndern ein Pe-ripetasma, das hier, wie auf andern Werken, z.B.im Den km ale Numero 89, dazu dient, die verschiedenenScenen, die auf demselben Werke vorkommen, zu trennen.

Die dritte Scene, wozu die Figuren rechts hinter derHerma und links bis zur Amme gehören, ist die Vorstel-lung , wie Orestes, nach Delphi geflohen, sich an demDreifüße Apollos, woraus das Orakel zur Verödungdes Mordes ergangenwar, festhält, und von denFurienumlagert wird, die aber eingeschläfert find. Der Zweigist der dem Apollo geweihte Lorbeer, welcher den Dreifußüberschattet, und keineswegs, wieHeeren annahm, einÖlzweig in der Hand des Flehenden, dergleichen er beiÄschylos trägt.*) Orestes hat das Schwert gezogen,und sucht heimlich den eingeschläferten Furien zu ent-gehen.

Der vorgestellte Gegenstand ist ausser Zweifel gefezt;aber die Anordnung der Grupen, namentlich die Zerreis-fung der dritten, wovon ein Theil rechts und der anderegegenüber links angebracht ist, muß uns äusserst befrem-den. Nach Visconti soll Heeren in seiner zu Romerschienenen Commentatio diese Seltsamkeit für eine ma-lerische Freiheit erklärt haben, und seine Schristführte das Motto:

HuMibet »ttk/ciil/i /uit

in der deutschen Übersezung aber jener Abhandlung folgtHeeren der Annahme Viscontis, daß ohne Zweifeldas Original dieses Marmors kein Gemälde,"') sondern

") Horst. <Zs orte poet. v. 9 10.

Plinins (XXXV. 40. 40.) erwähnt eines Gemäl-des mit derselben Vorstellung, ein berühmtes WerkTheodors.