Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
Seite
CXLV
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cxi.v

lagern sie sich um den Altar. Apollo erbarmet sich sei-ner, schläfert die Furien ein, und so entkömmt ihnenOrestes, der nach Athen geht. Die weitere Erzählung,wie sie ihn auch dahin verfolgen, und dann die Sache durchMinerva vermittelt wird, findet man in der Erklärungdes Denkmals Num, 151.

Diese Begebenheit ist der Inhalt zweier Tragödien desÄschylos, der Choephoren und der Eumeniden,und aus ihnen nahm der Künstler die Scenen, die aufdem Marmor vorgestellt sind, wie solches aus der Ver-gleichung deutlich erhellet.

Die erschlagene männlicheFigur ist Äg isth os, im rei-feren Alter dargestellt; denn er war gegen fünfzig Jahre.Der Siz, von dem er gefallen, istAgamemnons Thron,den er nach dessen Ermordung eingenommen hatte; ähn-lich einem andern Marmor, den Bisconti aus dem Pal-laste Circi mittheilt.*) Der Mörder ist Pylades unddie Alte ist Orests Amme Gelissa, von Pindarosgenannt Arsino e, die vor Schreken zurükschaudert, ob-wohl sie dem Ehepaar nicht gut, und dem Orestes erge-ben war. Heeren sieht die Figur mit dem Schwert indiesem Grupo gleichfalls sür Or estes an, und meint, derKünstler habe sich dabei nach den Worten gerichtet, dieOrestes zu seiner Schwester Elektra spricht, ehe erins Haus geht: »Und wenn ich ihn auf meines Baters«Thron finde, so wisse, daß ihn mein Schwert, noch eh'«er frägt: woher der Fremdling ? in Eile todt zu Boden«strikt.»") In der Handlung selbst trift ihn Orestesbei Äschylos nicht auf dem Throne, sondern sie begeg-nen sich. Allein wir wissen ja, daß die bildenden Künstlerdes Altertums, wenn sie zu ihren Werken den Stof aus

dluz. pio dloni, t> L. Lupxl, ia?> X. V.Llioepli. 5Z4 L6g.

Winckelmaim, 12 F