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12 (1829)
Entstehung
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Erinna auf Myrons Grabmal einer Heuschreke sollgemacht haben, ist irgend ein Mißverstand; denn ausserdem chronologischen Widerspruch, ist offenbar ein Spiel-werk dieser Art des großen Künstlers unwürdig.

Die Stelle bei Plinius (I. c.) welche in den gewöhn-lichen Ausgaben lautet! /»e liai ie-tatenl vtt/etu!', Tiuinei'osi'oi' in c?i te zucim ^o!i/cketu«, et«I «i/mmcti!« tMZ-eilti'o?', ist von Sillig so hergestelltworden: IMUS muiti/ikieasse veietatem vik/etni',

iiilmo»-«!!»,' »t «i'te in «i/mmot> !a!

ß-ent-oi-, und dieses ist eine glükliche und wohl befestigteVerbesserung. Das Wort ne^ltntem statt vm-ictntem wirdvon zwei Handschriften (Ilrglusl. vt L»II>ert.) unterstüztund ist dem Gegenstande weit angemessener; denn vn^'e-tatem ist leere Tautologie; vei'itatem m»!-

aber heißt soviel, als: „die eine der Kunst ei-.gentümliche Wahrheit in den mannigfaltigsten Gestalten.zeigen oder darauf anwenden," welches nach Quinti-lian (II- 13.) eben Myrons Borzug vor allen frühernKünstlern war. So paßt auch das Wort numei-os-o^ indem Sinne, wo es nicht oder Harmonie der

einzelnen Theile, sondern Menge der Werke undMannigfaltigkeit der Gegenstände bedeutet,ganz zur Bekräftigung des Ausdruks: ve-

iMetui'. Sollte nume^osioi-, wie es Winckel-mann nahm, so viel als Harmonie oder Symmet-rie bedeuten, so wird man von Plinius selbst wider-legt, denn er sagt: iion/inbet?nt!n»m nomen «i/mmeli'in,und was ist iillmei'us, nitme^os»» anders als Sym-metrie, wenn man es in jenem Sinne auslegt?

Die Construction endlich: numei-os-oi-in «ito,F'oil/cktu« in «i/mmeti'l'a MiA'enti'oi', ist dem Sinne undanderweitigen Bericht des Plinius vollkommen ange-messen, wenn er sich selbst nicht widersprechen soll; dennwo er insbesondere von Polykletus handelt, sagt er: