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12 (1829)
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auch zuweilen Täfelchen von beträchtlicher Dike, aber ge-ringerer Arbeit, in den Fußböden alter Gemächer, welchedaselbst in Abwechselung mit andern theils einfärbigen,theils die schönsten Sorten von Achat, Onyx, Sardonyx,Lapis Lazuli, Serpentin und Porphyr sehr glüklich nach-ahmenden und zuweilen auf Schieserstein gekittete Glas-tafeln ein sehr reiches Pflaster ausgemacht haben müßen.

Das höchste Werk der Glaskunst bei den Alten dürf-ten aber wohl die Prachtgefäße gewesen sein, auf wel-chen flacherhobene, helle und öfter vielfarbige Figurenauf dunkelm Grunde so wie bei ächten aus Sardonyx vonden größsten Künstlern geschnittenen Gefäßen, in größ-ter Vollkommenheit der Kunst erscheinen, davon vielleichtnur ein einziges ganz erhaltenes Stük in der Welt ist,so ehemals in dem vermeinten Grabe des AlexanderSeverus mit dessen darin befindlicher Asche gesundenworden. Dieses Kunststük wird unter den Seltenheitendes barberinischen Palastes aufbewahrt, aber seit vielenJahren gar nicht mehr gewiesen und ist mehrmals von*)

Bounarrotti als eine Cameo von ächtem

Sardonyx beschrieben worden. Wie unendlich prächti-ger müßen nicht solche Geschirre Kennern von wahrem undAchtem Schönen in die Augen fallen, als alle alten undneuen heut zu Tage so beliebten Porcellangefäß.', derenschöne Materie bishero noch durch keine ächte Kunstar-beit edler gemacht, und auf den daraus verfertigtentheuren Geschirren noch kein würdiges und belehrendesDenkbild jemals eingeprägt oder eingezeichnet worden, obman gleich durch mühsame Künsteleien Blumen, die garnicht von so zerbrechlicher Materie nachgebildet sein wol-len, und lächerliche Püpchen zu Wege gebracht, und dendaraus erwachsenen kindischen Geschmak, wo nicht in kö-niglichen und fürstlichen Kunstkammern selbst eingeführt,

') S- Gesch. der Kunst a, a. S-