Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
Seite
LXXXIX
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denen erkannte Art von Glasmalerei aber belehret unsauch in diesem eines Bessern, und man erkennt dieselbemit Gewißheit für eben eine solche Art von musaischerGlasarbeit, deren Sauberkeit und Feinheit aber auch alleVorstellung übertrift. Diese Zieraten bestehen blos auseinzelnen Röschen und andern Blümchen von sehr lebhaf-ten hellen Farben auf dunkelem Grunde, womit die Rän-der und Dekel einiger Gefäße in abgeschnittenen kleinenFlächen belegt sind, die nachher im Feuer an einander undan das Metall festgeschmelzt worden.

Sowohl die Form dieser Geschirre, als auch der starreund gewissermaßen ungeschmeidige Umriß an den Figurenund den Zieraten der beiden erwähnten Fragmente eignetdiese Arbeiten wohl unstreitig den Hetruriern zu. DieseVermuthung wird durch die Ausbeute einer etwa vor 10Jahren unternommenen Nachgrabung in einem Weinber-ge, der auf den Trümmern der Stadt Veji befindlich ist,noch mehr bestätigt. Eine unendliche Menge von Glas-scherben, kleinere und größere metallene Klammern, wo-mit die Marmortafeln an den Wänden befestigt gewesen,und bleierne Röhren alter Wasserleitungen war dasVorzüglichste, so die Unternehmer dieser Nachgrabungschadlos hielt. Unter den Glasstüken, davon man nureinen sehr geringen Überrest zu Gesicht bekommen, sindviele Scherben von sehr artig, wie auf dem Drehstuhlgearbeiteten Schalen, auf denen einige sehr weit abste-hende und gleichsam angelöthete Zieraten befindlich sind,an denen die Spur eines Rades, mit welchem ihnen dieEken und Schärfen angeschliffen worden, sehr deutlich zubemerken ist. Unter verschiednen Fragmenten kleinererund größerer Flaschen findet sich auch ein Untertheil miteinem Stüke einer Seitenwand eines vierekichten Fläsch-chens von weissem durchsichtigem Glase, auf welchem einestehende und etwas, so unsern Fächern gleicher, in derHand haltende, am Unterleib bekleidete Figur befindlich