I.XVI
zu sehe» mit Bogen und Pfeile, den die Musen zu umar-men wünschen, und vor dem die übrigen Götter erzittern,und, wenn er vor ihnen einhertritt, von ihren Sizen auf-stehn. *)
Schöner und göttlicher kann er weder in lyrischen Hai-nen, noch in Delos, Orten, die er mit seiner Gegenwartverherlichte, erschienen sein, und niemals wird er sich inder Idee des Künstlers vollkommener gebildet haben.
Es scheinet ein geistiges Wesen, welches aus sich selbstund aus keinem sinnlichen Stos sich eine Form gegeben,die nur in einem Verstände, in welchen keine Materie Ein-fluß hat, möglich war; eine Form, die von nichts Er-schaffenem sichtbar genommen ist, und die allein eine Er-scheinung höherer Geister hat bilden können. Fraget die-jenigen, welche diese Gottheit gesehen, sich mit einemGefühl des Schönen diesem Heiligthum genähert, lasset siedie Wirkung des ersten Bliks auf Sinn und Geist beschrei-ben: ich war in dem ersten Augenblike gleichsam weggerükt,und in einen heiligen Hain versezet, und glaubte den Gottselbst zu sehen, wie er den Sterblichen erschienen.**)
Mit Verehrung erfüllt, schien sich meine Brust zu er-weitern und aufzuschwellen, ich nahm durch die mächtigeRührung, die mich über mich selbst hinaussezete, einen er-habenen Standpunkt an, um mit Würdigkeit anzuschauen;eine selige Entzükung hob mich mit sanften Schwingen,dergleichen die Dichter der unsterblichen Seele geben, undleicht durch dieselben suchte ich mich bis zum Thron der
») Hinter aufstelln folgt: „Hier ist noch die Beschrei-„buug des Ar oliv aus der ersten Hymne des Homer„ anzubringen/'
An den Rand mit Vlcistist geschrieben: »der ihn s!e>„her, bekommt eine hohe Idee von der Wirklichkeit."Ausserdem waren »och drei oder vier Worte mir Blei,stift dabei geschrieben, die aber nicht mehr zu lesen