Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
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scheiden, was der Nachwelt würdig ist, oder nicht. Je-nes muß man schließen aus dem, was sie suchen, welchesArbeit ist, nicht Unterricht; und wenn sie es finden,muß folglich alle ihre Arbeit hieraus verwendet werden.Denn man ziehet eine Erscheinung in der Welt mit einergedrukten Schrift den seltne rn Nachrichtenvor, die man von vielen Personen ohne Kosten und Mühesammeln kann. Man gehet mit vollgeschriebenenStößen, aber mit leerem Verstände zurük. Diezweite Ursache offenbaret sich in ihrer Beschäftigung, welchevielmals kaum das Schreiberlohn verdient.

Die Absicht aller gelehrten Untersuchungen und Bemü-hungen sollte sein der allgemeine und besondre Un-terricht, und wo dieser nicht zu erhalten ist, ziehe mandie Hand ab vom Werke, und opfere es der Katrin«;denn es ist der Nachwelt nicht würdig. Nach diesem Grund-saze aber, wird man sagen, könnte ein junger reisenderGelehrter schwerlich mit etwas hervortreten, was er inBibliotheken gesammelt; und dieses gestehe ich zu, undwäre ihm besser. Die Kenntniß der Gelehrten und derbesten und seltensten Schriften ersodert in Rom eine langeZeit, von welcher der Eitelkeit nichts hinzuwerfen ist.

Gelehrte sind in allen andern Ländern diejenigen, welcheauf dem Lehrstuhle, und in Schriften lehren, oder zu leh-ren vermeinen; in Rom sind Gelehrte die, welche keines vonbeiden thun. Denn hier entscheidet der Hof, welcher mehrals andere Höfe auf Gelehrsamkeit bestehet, über das Ver-dienst in derselben, und ein Cardinal, wie Passioneiwar, gibt hier den Ton an.^ Bei Fürsten sind insgemeinGelehrte und Pedanten Synonyma, welche deideeinerlei Geruch an weltlichen Höfen geben. Man kannfolglich in Rom zu einer Achtung seines Wissens kommen,ohne ein öffentlicher Scribent zu sein, und wer es hier ist,wird es auch an andern Orten in Italien, weil Rom derMittelpunkt ist, werden können, und selbst viele, dieweise