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ten, und diese gehen auf die Baukunst, die Bild-hauerei und Malerei,
Die Kenntniß der Lage des alten Roms sollte billigdie e rste Neugier der Reisenden erweken, aber nicht die vor-nehmste, wie bei vielen Führern der Fremden, sein, diediese zuweilen ganzeracht Tage allein um den Berg Pala-tins umher führen, und ihnen vorbeten, wo dieses undjenes gestanden. Es werden einige meiner Leser mir Zeug-niß geben. Denn jene machen es wie die Prediger, welchegern von Geheimnissen predigen, weil die Zuhörer so we-nig als sie selbst davon begreifen. Bon der Lage des al-ten Roms soll man nichts vornehmlich bemerken, als wo-von ein Bild im Gedächtnisse bleiben kann. Was nichtmehr ist, ist als wenn es nimmermehr gewesen. Manweiß ohngefähr, wo Pompejus, Bespasianus undandere Römer gewohnt haben, und diese Orte sind alledurchwühlet^ von der Anzeige derselben bleibt weniger imGedächtniß, als die Spur von einem Schiffe im Wasser.
Dienöthigen und nüzlichenKenntnisse sind dieGränzendes alten Roms zu einer jeden Zeit, sonderlich in dessengrößter Herlichkeit, welche sich bei weitem nicht bis an diejezige Ringmauer erstrekten, die, wie man weiß, vom Kai-ser Aurelianus, wo sie jezo sind, hinausgerüket wur-den. Diese Gränzen aber sind mit ein paar Worten sehrdeutlich anzugeben. Gegen Mitternacht war die Stadt-mauer unten am Campidoglio, wo der Aufgang ist, ge-gen Abend war die Tiber die Gränze; gegen MorgenderAgger des Tarquinius, welcher noch jezo in dem Gar-ten der Cartheufer und in der Villa Negroni zu sehenist, und gegen Mittag erstreite sich die Stadt so weit,als jezo. Jenseits der Tiber war mehrentheils das Quar-tier der Juden. Dieses waren die Gränzen unter dem Au-gustus und in den folgenden besten Zeiten; das sla-vische Amphitheater war in der Mitte der Stadt. Folg-lich war der größte bebauete Theil des neuen Roms ausser