Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
511
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Briefe.

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zn haben; den den Herrn und Freund habe ich ineiner Person, und die Vertraulichkeit tonte nichtgrößer werden. Hatte ich einen Freund wählen sol-len/ so würde ich ein Her; gesucht haben, wie eSder Cardinal hat, und eS scheinet/ daß er nicht ver-gnügter ist, als wen ich um ihn bin. Nunmehroist es Zeit, an ein Svstema des Lebens zu gedenken,welches mir die Reise »ach Griechenland verleidenwird; olingeachtet ich für alles, uud sonderlich gesor-get hatte, einen Wechsel von wo Tucaten in Athenzu finden. Ich will die Ruhe suchen und in der Rü-be/ die ich genieße/ und in dem Überfluß von Ma-terien zu schreiben das Beste und Nüzlichste zu wäh-len suchen.

Zzo arbeite ich an einem Versuch der Alle-gorie für Künstler und an einer Abhandlung vomSchönen in der Baukunst/ und bin vornehm-lich beschäftiget an den 1) die leztcHand zu legen; die drei ersten Hefte, jeder von 6Bogen in Folio/ find zum Druke fertig. Ich habealles, waS man in der Antiquität und in der Kunstwünschen kan, bei der Hand. Hn der weitläuftigenBibliothek des Herrn Cardinals, vom Pabst ClemensXI. gesammelt, ist ein Museum von Zeichnungen,welches schwerlich seinesgleichen hat: vom Tome-'nichino werden an 12 Bände in Folio sein. Die-se habe ich auf meinem Tische, und unter den Ma-nuscripten sind Sachen, welche künftig können Auf-merksamkeit erwekcn, wen Gott Leben und Gesund-heit gibt. Herr Ewald, gewesener Anditeur desPrinz h ein ri chischen Regiments ist um Pfing-sten hier angekommen. Er hat seine Reisen bei derSchweiz angefangen, und komt aus Engelaiid undFrankreich; Länder, wo nichts zu sehen ist. Crhat sich ausgeleert, daß er also nicht lange wird

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