Briefe.
sind/ abschiken; ja sooft ich ferner Gelegenheit ha-be/ soll ein Brustbild in GypS für Sie abgehen.Mein Bild wird nach Ostern geendigt werden. HerrHamilton/ der englische Minister zu Neapel/ dergrößte Bilderkenner unter allen Lebende»/ versichert/baß er niemals' einen schönern Kopf als Hen meini-gcn gesehen; und er hat recht/ und die Kunst kennetkeine höheren Gränzen. ^ Diesem würdigen Mannegebe ich wöchentlich 2 Tage/ und er gehet in Gesell-schaft Milords Stormon t/ des Gesandten zu Wien,eines der gelehrtesten Männer/ die ich kenne/ so daßich mich mit ihnen völlig auslassen kan.
Zu seiner Zeit werde ich auch an Herrn Sul-Hern und Herrn Merian schreiben/ und ihnen dieÜbersezung empfehlen. Wer ist Herr Merian?Sollten Sie annoch einen Briefwechsel von Constan-tinopel haben, würde ich Sie ersuchen/ den ReichS-frcihcrrn vonRiedesel/ einen der würdigsten Men-schen/der im Begrif stehet/ dahin zu gehen/ Ihrendortigen Freunden zu empfehlen. Alles/ was Siesogen wolle»/ wird nicht zu viel sein. Montaguist endlich zu Lande durch Macedonien dahin gegan-gen/ nachdem er von Seiten seiner Heirath Sicher-heit erhalten; es hat sich derselbe gerühmet/ ein be-sonderes Gehör bei dem Vezier/ und bei dem Sul-tan selbst erhalten zu haben. Die Wahrheit davonwerde ich erfahren.
Ich habe Gelegenheit/ dem deutschen Priesterder Negoeianten und Ihrer Bekanten zu Livornv/^)welcher hier ist/ Höflichkeit zu erweisen.
Von meiner Reise unterstehe ich mich noch nichtsZuverläßigeS zu melden; es wird aber/ so Gott will,
l) NachmalS Professor der Philosophie zu Erlangen/ I o-haii Fri«drichVre»er, der unter anderm Po kockesReisen aus dem Englischen iibersezt hat. Nicolai-
Winckelmakl. tt. 2t