28 Freundschaftliche
hat/ einen Maler zu machen; ist ein ehrlicher Mariund wird ohne Entgelt» dienen. Man könte ihm ei-nen Stein von mittelmäßigem Werthe schenken, zueiniger Erkentlichkeit. Ich selbst will alles gerne oh-ne alle erdenkliche Absicht dazu beitragen; ^aber ich)bin unnüzlich; den ich habe ein Gelübde gemacht,mich selbst und die Stelle, die ich bekleide, nichtwie Venuti zu erniedrigen,^) und einen Führerder Fremden zu machen; folglich lerne ich niemandkennen, als Deutsche, und wen ich sollte jemandfinden, wie der Livländer,?) will ich dienen, woich kan; aber eS soll eine Gefälligkeit ohne alle Ver-geltung bleibe«. Ich wünschete indessen, daß derKönig in Preußen wahrhafte Lust bekäme; den eswürde mir wehe thun, diese Samlung zerrissen zusehen. An den AtlaS ist unter diesem Pabste nichtzu gedenken; theils weil man zwei große Ankäufezu machen hat : erstlich die Centauri von F »ri-et ti,^) wofür der Pabst 12,000 Scudi hat bietenlassen. Ein rasender Engeländer aber hat bereits30 ,000 bieten lassen; der andere Punkt sind dieStempel von päbstlichen Münzen deS Humerani/von Martins V. an, welche ich izo auf päbstli-chen Befehl zu untersuchen habe.
Über die Verkürzung der Quarantaine wird Ih-nen der Herr Cardinal schreiben. Künftig ein Meh-rereS; den ich habe keine Zeit tt.
Nachschr. Ich stehe noch, wo ich war- undhoffe auch nicht zu ändern, so lange mein Herr lebtHerr Nagel ist gesund; ich habe ihn aber seilIhrem ersten Schreiben nicht gesehen, und habe keim
0 lBr. an L. usteri? v. <6 Avr. !76Z,Z
2) lBcrg.l
3) Furie tti war Belizer von zwei vortveslichen Centa»'rcn in Marmor. Nicolai.