Briefe.
An M u z e l - S t o s ch.
l Nach Ancona.)
Rom/ den tZ Nov. t76Z.
^ch freue mich billig und herzlich über Ihre glük-liche Nükknnft/ in der Hofnung, Sie bald in Romzu sehen. Ihre Schreiben/ mit welche» Sie michbeehret haben/ sind alle richtig eingelaufen; über meinStillschweigen aber ist eS besser/ sich schriftlich alsmündlich (welches rch hiermit von mir ablehne) zuerklären. Mein Vorsaz war/ in Überzeugung/ daßFreundschaft ein Wort ohne Begris ist/ zuvergessen/ und vergessen zu werden; undin dieser Absicht eignete ich eine Schrift: Vond e r F 6 h i g k c i t, d a s S ch ö n e i n d e r K u nF z u e m-pfinden/ einem jungen Livländer zu, den ich kaumanfing kennen zu lernen/ um dieses keiner vormaligenBekantschaft zu geben. Ich versichere Sie indessen/daß Lbre nahe Gegenwart ansangt rege zu machen/was ich vordem empfand; und ich wnnschete Ihnen /aber in Rom / zu Ihren künftigen Absichten nüzlichsein zu können.
Ich werde Hhnen hypochondrisch scheinen/ bin esaber nicht: den ich habe Ursache/ zufrieden zu fein/ nach-dem ich ein nothdürftigeS Brod auf mein Alter gefunden;daher ich auf Deutschland völlig und willig Verzicht ge-than. Von meinen Schriften/ unter welchen auchdie Geschichte der Kunst an das Licht getretenist/ hatte ich nicht als ein Werkchen über die her-nilanisehen Entdekungen zu schikeii/ welches aber mehrhcstgeld losten würde/ als der Bette! werth ist.Waii eS Ihnen gefällt/ können Sie cS zu Slom in
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