Freundschaftliche
der mir das Geringste befiehlt. Ich werde aber emRegister über die griechischen Mannscripte der Koni«gin Christi na zu machen suchen/ und erwarte dar-über einen Befehl vom Pabst. Mein Herr gibt mirmonatlich 10 Scudi/ ohne ihm einen Federstrich zumachen/ nebst der Wohnung; doch so/ daß alles Ge-räthe/ Bette ?c. mein eigen ist/ welches mir vielKosten gemacht. Sie sehen also/ daß ich nicht zuklagen habe/ nnd auch nach meines Herrn Tode ver-sorgt bin. Es ist dieses aber ein seltnes Gliik undich kenne niemand in Roni/ mit dem ich tauschenmöchte.
Der Herzog von Parma hat endlich die Biblio-thek des Graveu Pertusati sür 28,000 Scudi ge-kauft/ und man ist izo beschäftiget/ dieselbe aufzuse-zen. Die Daticana ist wie die Geizigen, welche nurhaben wollen und nicht genießen; und man kau vonderselben sagen / wasPlato von Sparta saget: „ES„ gehe alles Geld der Griechen dahin; aber nichts,, wiederum heraus. "
An R i e d e s e
lNach Deutschland.!
Rom, dcn t2 Lct. j76Z.
(Aie lassen sich in Ihrem lezten Schreiben/ so wiein dem vorigen/ so weit unter stch selbst und untermich berunter/ daß ich wahrhaftig nicht weiß/ wieich antworten soll. Ein jeder Mensch sollte billigstch selbst besser kenne«/ als ein anderer/ welches ichvon mir glaube; folglich weiß ich/ wie gar nichts ichbin, und mein Verdienst ist das Gliik der geneigtenMeinung Anderer von mir/ welche ich an allenOrten, aber svät, erlanget habe. ES wäre aus dem/
l) I. i?. 442. eäit. Lont. Olvnipiodor. in
/».leik. 162. se<^