Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
8
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Freundschaftliche

der Grav*^) war 6 Monat in Florenz und iSTage-in Rom. Das Museum zu Portici hat niemand län-ger/ öfter und mit mehr Bequemlichkeit gesehen/ alsich; und dennoch ist mir Verschiedenes entwischet.Ich melde dieses zu meiner SchadloSbaltuug / wenderselbe nach dessen Rükkunfr mit mir nicht sonderlichzufrieden sein möchte.

Ich erwarte nunmehro Ihr Urtheil über meineGeschichte und bin lebenslang?c.

A >l L. 1t st e r i.

INach Zürichs

Rom, den Sept. 576Z.

(Aie verlangen/ mein Freund/ von mir einen Un-terricht in der Münzwissenschaft. Was man auS Bü-chern lernen kan, ist zu sage»; daS Mehreste beste-het in praktischer Erfahrung/ die sich nicht aufPapier entwerfen läßt; also weiß ich nicht/ wasich Ihnen schreiben soll. Den die Bandclotd ' A irv al^) und wie die seichten Kläffer heissen/ die-nen / Hmpostori zu machen/ aber keine Kenner.Das gelehrte Theil ist aus Büchern zu erlernen;was das Übrige betrift/ schäme ich mich selbst nickt/z» bekenne«/ daß ich nicht allezeit richtig urtheilenkan. Wir lasse»/ wen wir Zweifel habe»/ ob einekaiserliche Münze alt sei oder nachgemacht/ einenzerrissenen Lump komme»/ der/ weil sein erstes Ge-werbe eine Käsebude war/ Casciarino heißt: die-ser weiß/ was man verlanget. Ein anderes ist mitgriechischen Münzen/ wo eS auf die Schönheit ankomt;hier glaube ich wiederum Richter sein zu können.

t) sBriihl.)

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