Briefe. ?
An Kaspar Fücßly,
sNach Zürichs,
Rom, den Sept. t?6Z.
Äon meiner Geschichte der Kunst werden zweiExemplare an Sie überschiket werde«/ eines für Sie/das andere für Herrn Wille. Der Buchhändlerund Cvmmercienrath Walther in Dresden wirdIhnen dieselben von der Messe durch Gelegenheit über-machen und ohne alle Kosten/ wie ich bedungen ha-be. Sollte aber von Zürich jemand Ihrer Bekantennach Leipzig gehen, kan sich derselbe in der wal-tberischcn Handlung zu Leipzig melden, und dieBücher abfordern. Geben Sie demselben Ihren Na-me»/ damit er sicher ist. Es ist ein schuldig Ange-binde der Dankbarkeit/ bis ich werde Ihnen zueig-nen können/ was ich in der Vorrede angezeiget ha-be. Ich habe vergessen/ Herrn Walt Hern Befehlzu geben/ zwei Exemplare einer andern kleinen Schriftbeizulegen/ welche Sie zugleich in meinem Namenfordern können; ich werde es noch bestellen/ wen eSwird Zeit fein. Vielleicht wird diesen Winter anmeine Allegorie für Künstle r gedacht/wo michnicht mein großes Werk zurük hält/ um aus demsel-ben die Altertümer anzuführen.
Herr welcher noch in Neapel ist/hat sich 'än-ger daselbst aufgehalten, als es nöthig ist; das Mu-seum hat er nur ein einzigcsmal gesehen, nach Artunserer lieben Deutschen. Der König in Preufienbat Recht, keinen Menschen reisen zu lassen. Derdentscbe Styl ist: zwei oder drei Monat in Florenz,zi'.ei Monat in Neapel und einen Monat in Rom;