262
Geschichte der Kunst.
umhin/ einer seltenen Münze in Gold zu gedenken,welche auf der einen Seite den Kopf der Ploti-na, des TrajanuS Gemahlin/ hat/ und auf deranderen Seite den Kopf der M a rc ian a/ des Tra-januS Schwester: es ward dieselbe mit mehr alsHundert Scudi bezahlet/ und befindet sich iu dem Mu-seo des Collegii St. Zqnatii zu Rom.i)
K.63. An den großen Werken, die dieser Kai-ser aufführen ließ / scheinet Griechenland selbst kei-nen Antheil gehabt zu haben! es war auch unterden Griechen keine Gelegenheit/ die Künste zu üben/da vermuthlich/ ausser den Kaisern/ in keiner grie-chischen Stadt anderen Personen Statuen errichtetwurden. 2) Wen aber die Griechen damals dieseEhre einer Person erweisen wollten / vergriffen siesich an Statuen ehemaliger berühmter Männer/ undbegnügeten sich/ die Inschrift an denselben zu än-dern/ wodurch eine Statue/ die einen griechischenHelden vorstellet«!/ wider die Ähnlichkeit deS Bildeseinem römischen Prätor oder sonst einer Person zu-
Mareiana aus der Villa Negroni gekommen/ istuns unbekant. Meyer.
<) Bildnisse der Plotina sind: ein kolossaler, ganz vortref-lich gearbeiteter Kovf aus der Villa Mattei, welchersich nun ini Mufeo Pi o-Clem en t i n o befindet (1.6.x, 6o. lav> ^4,) ; ebenfalls ein Kopf, aber in natürlicherGröße, im Mufeo Capitolino, der, wen auch derkolossale den Vorrang behält, doch immer zu den beste»Denkmalen der Kunst aus Trajans Zeit gehört; er istvoll Wahrheit uud Charakter. Nur steht das linke Augeetwas fchief; ein neuerer Künstler hat die Nase nichtglüklich ergänzt; auch sind die Ohren restaurirt. Meyer.
2) Dem Traianus wurde» von den Griechen insgesamtStatuen aus parischem Marmor errichtet, I. 5.
c- >2.) Meyer.