Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
256
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2-56 Geschichte der Kunst.

Messer hielt. ES wurde dieselbe gefunden/ da maneine Gruft machete zur Grundlage einer Auffahrtzu dem Palaste Im peri ale, und zugleich mit der-selben ein Stük des oberen Gesimses, oder die Cor- >nische der Architrave von weissem Marmor/ welchediese Säule trug, und über sechs Palmen hoch ist.Da nun die Cornische das' Drittheil und noch we-niger von dem Gebälke ist, so muß dasselbe über acht-zehn, Palme hoch gewesen sein. Dieses Stük hatder Herr Cardinal Alexander Albani in seineVilla sezen lassen, nebst einer Inschrift, die denOrt anzeiget, wo dasselbe entdeket worden. ES zei-geten sich beim Graben an eben dem Orte noch an-dere fünf Säulen von gleicher Größe, die in derTiefe liegen geblieben sind, weil niemand die Kostentragen wollte, dieselben heraus zu heben, und manhat auf diese Säulen die Grundlage gedachter Auf-fahrt gesezet. Nach der Säule kan als das edelsteWerk der Kunst, welches sich erhalten hat, der ko-lossalische Kopf gedachten Kaisers, in der Villa desHerrn CardinalS Alexander Albani, betrachtetwerden; es ist derselbe von der HalSgrube bis aufden Wirbel fünf römische Palm hoch.^)

1) Orlanili ad Kurdin! I.?. c> g. p. 2ZÜ.

An dein Foro Traiani war die kaüilica wel»

che sich auf so vielen Münzen findet/ »nd die berühmteBibliothek. l. l l. c. I 8i<Ivn. I. 9. epist.

>6. x. 2S4. Voxisc. in.^.urel. x. 4>7 —4>3.et6o6.) F ea.

2) Das Museum Cavitolinum besizt ausser einem ko>lossalen, mit Eichenlaub bekränzten Brustbild des Traja-nus (6 B. 2 K. ,16 §>) noch zwei andere in natürlicherOröize; das eine, wo der Kopf nie von der Brust abge-brochen war, kan sogar vortreflich genant werden. DieNafe, das Kin und das Ohr auf der rechten Seite stndneu i der Mund, die linke Wange und der Stirnknochenüber beiden Auge» Haben gelitten. Eine gut gearbeitete