Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
479
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4 Theil.

thut bci Statius der Pallas unter andern Ge-lübden auch dieses/ ihr zu Ehren purpurfarbne, mitWeiß einfaßte Bänder an einem Baume aufzuhän-gen. 5)

Wen ich anderseits mir den Baum auf unsermGemälde in Bezug auf Grabmale denke, die manebenfalls unter den Bäumen anzubringen pflegte:so könte wohl das vierekichte Fußgestelle, auf wel-chem sich eine Säule erhebt, ein Grabmal sein, sowie jener vierekichte Steinhaufen, der oben in einDach zuläuft, und an welchen sich eine Figur lehnt,die das Ansehen eines müden Wanderers hat. DieSäule scheint auch nicht höher zu sein, als das Maß,welches DemetriuS PhalereuS in einem Ge-seze für Säulen bestimte, die auf den Gräbern derAthenienfer etwa errichtet werden tönten. Die-ses Maß sollte die Höhe von drei onbius nicht über-schreiten. Die zwei stehenden Figuren erweisenwahrscheinlich dem Grabe des Verstorbenen die ge-wöhnliche Ehre und der Jünglingscheint Blumengewinde zu bringen, um das Grab-mal zu bekränzen, oder es damit zn umgeben, sowie man die Fußgestelle der Säulen damit zu um-hängen pflegte. 2) Es waren Blumengewinde, wel-che in einem von Cicero angeführten allen Ge-seze genant und an Grabmalen aufzu-hängen verboten wurden. Man kan indessen an-nehmen, daß dieses Gesez nicht mehr zu der Zeit be-obachtet wurde, als die Landschaft, wovon hier dieRede ist, gemalt wurde. Die am Baume hängenden

1) l'Iielz. I. 2. v. ^Zg.

2) LIc. IeZ. I. 2. c. 26.

Z) pausan. I. L. to.Zl.) Aoiisr. llnnnl. I> lo> I>> Z2Z.

4) ei«. I. c. c. 24.