Denkmale.
wo man nach der Behauptung Einiger anstattdas Wort ,-«ie sezen soll/ ohne daß indessen ausdieser Veränderung ein vernünftiger Sin herauS-komt. Der römische Komiker hat nichts anderes sa-gen wollen/ als: „Ich werde es so machen/ daß„ diejenigen/ welche durch gerichtliche Edicte ander«„ Leute Vermögen angreifen/ hier nie wieder erschei-» nen können. "
WaS nun den Baum / die daran hängende Laub-und die Bänder auf unserm Gemälde betrift/ so kaiiman annehmen/ daß alles dies irgend einer Gott-heit geweiht sei/ und zugleich/ daß es zu den Grä-bern gehöre/ die unter demselben gewesen. Den inAnsehung der Verehrung/ welche die Bäume mitden Gottheiten/ denen sie geweiht waren/ gemeinhatten/ kan man die ersten Jahrhunderte der Grie-chen anführen. Man keiit ja aus Homers Erzäh-lung den Feigenbanm auf dem Felde vor Troia,welcher der Fei g e u b au m Z u p i terS hieß; >) fer-ner die Eiche von Dodona/ die Palme auf der In- ^sel DeloS, unter welcher Lato na einst Apollound Diana gebar/ nebst vielen andern.2)diesem Aberglauben entstand die Gewohnheit/ unterden Bäumen zu opfern/ welches oben bei Numerohinlänglich gezeigt worden. Solche zu religiö-sen Handlungen auSerwählten Bäume wurden mitdergleichen Binden gefchmiikt/ wie man an demBau-me auf unserm Gemälde und an einem andern imherculanischen Museo sieht. Diese Gewohnheit be-zeugen auch viele Stellen alter Autoren/') TydeuS
1) I?.. H. V. V. 693.
2) pausen. 1.2. Ltat. 1'Iiek. I. 9. v. 5L6.
3) t. 2. 161.
4) 8t.at. 1.^2. v. 5?v!v. I. Pl1il05lr.it.I. 2. icou. Z/,. ^.869. conU'n 1.2. x.