466 Denkmale.
indem ihre Anzahl sich zuweilen bis an vierzig belicf;da ich mich ferner mitten unter einer Menge vonMeinungen/ Vermuthungen und Zeichnungen vonMännern, die eben so viele Einsichten in die Alter-tumSkunde als in das' Geewesen hatten / befinde / ohne jdaß jedoch das eigentliche Wie ergründet wäre: so willich meine Gedanken darüber in zwei Worten sage»,Ich stelle mir vor, und die alten Denkmale zei-gen eS offenbar/ daß die Schiffe der Alten, wownhier die Rede ist/ viel platter und sehr breit waren,und mit dem Boden nur wenig oder gar nicht tiefin der Oberfläche des MeerS gingen/ so daß indemsich der Bauch ans beiden Seiten unmerklich von derOberfläche des MeerS erhob/ an dieser ganzen so un> 'merklichen und niedrigen Erhöhung die oben erwähn-ten vielen Reihen von Rudern angebracht werdenkonten. Ein jeder begreift/ daß darum/ weil daSchiffe Bord hiedurch sehr niedrig blieb/ die Ruderder obersten Reihe nicht so sehr lang waren, daßsie nicht hätten können gehandhabt werden; um s» <mehr/ da sie nicht in diagonaler Richtung/ son- !der» wie Schwengel regirt wurden/ eine Bewe-gung/ die ungleich leichter ist/ als jene. Übrigen»sagt man/ daß eben darum/ weil die obern Ruderlänger waren als die untern/ die Knechte davon auchbesser bezahlt wurden als die leztern. Man verliehtso auch/ was GalenuS erzählt/daß nämlich dieSpizen der Ruder alle in einer und eben derselbenLinie standen/ d. h. kein einziges Ruder/ es mochtenach Maßgabe der Reihcnhöhe laug oder kurz sei»,reichte tiefer ins Wasser als andere.
Man köiite indessen fragen/ wie es möglich ge-wesen sei/ daß so flache und breite Schiffe sich auf-recht kalten konten/ da sie so wenig oder gar nichttief im Wasser gingen. Tarauf glaube ich aber nur ^
i) Oe usu xart. I. i .