Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
443
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Theil.

durch diese Feuersbrunst geschmolzen und die Karya-tiden zersprungen seien/ an deren Stelle nachherwahrscheinlich Pilaster gesezt worden sind/ welche manwenige Jahre darauf wegen der Disharmonie/ diesie/ wie man glaubte/ daselbst machten/.gleichfallsweggenommen hat. Da nun durch diese FeuerSbrunstdie Karyatiden fehlten oder entstellt und verdor-ben worden : so wurde das Gesimse nebst dem Gebälkebei dieser Gelegenheit schmaler gemacht/ wie man csnoch izo sieht.

ES wird nicht undieulich sein/ hier noch zu be-merken/ daß ein Autor/ der mit den Altertümern ebennicht sehr unbekant war/ eine erhoben gearbeitete Fi-gur/ die er auf dem Fuße eines Bogens/ der bis zuseinen Zeiten unter der Erde gewesen war/ fand/ oh-ne allen Grund für eine der Karyatiden hielt/wo-von hier die Rede ist/ und sie zum Beweise seinergeringen Einsichten in Kupfer bekant machte. ">) Der-gleichen Bogenfüße oder Fußgestelle/ auf deren jedemeine Figur unter natürlicher Größe erhoben gearbei-tet war/ welche diese oder jene/ ehdem von den Rö-mern unterjochte Provinz vorstellte/ hat man fünfgefunden; wovon zwei im far nesische n Palaste/ zweiim Hanse Braeeiano und eine auf dem Campidoglio.

Um aber wieder auf die bestiiiite Benennung vonAtlanten zu kommeu/ die unserm Torso gehört;so ist eben dieser Name noch vier Statuen in mehrals natürlicher Größe/ die sich in der Villa Sei-ner Eminenz des Herrn Cardinals AlexanderAlbani befinden/ eigen; indem sie wegen ihres lan-gen Bartes die Idee von dem ehmaligen mauritani-schen Könige Atlas erregen/ welcher der Fabel zu-solge den Himmel auf seinen Schultern trug/ wo-her derlei Figuren hernach ihre Benennung erhiel-

>) Dcniontlos. Oall. koms: >>osx. 12,)