Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
444
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Denkmale.

ten; und wirklich tragen auch die bemeldeten Sta-tuen eine große Muschel von ägyptischem Granit,welche zu einem Springbrunnen dient/ auf den Schul-tern. Die Benennung von Atlanten/ die ich die-sen vier Statuen beigelegt habe/ gründet sich ausser-dem noch ans die Auslegung des HesychiuS/ wel-cher da» Wort durch das Worterklärt/ welches jemand bedeutet/ der etwas auf derSchulter trägt. SalmasiuS bat dieses nichtverstanden/ da er in den Nandglosse»/ die er diesemalten Lexikographen beigeschrieben / und die Schre-velius angeführt hat/ behauptet/ daß man statt desWortes lesen müße Himmels-träger. Auf die Art verwechselte er also den At-las der Fabel mit den nachherigen Atlanten oderStatuen/ welche irgend einen Theil von Gebäudenauf den Schultern tragen.

III.

lNumero t06.Z

Das dritte zur Baukunst gehörige, hier unterNumero 206 aufgestellte Denkmal ist ein ionischesKapitäl/ das in der Kirche des h, LaurentiuSausserhalb der Stadt existirt/ in dessen Schlicken ei-nerseits ein in die Hohe gerichteter Frosch/ ander-seits aber eine Eidexe vorkömt. Ich habe dieses Ka-pitäl bereits in einem deutschen Werke/ daS ich unterdem Titel: Anmerkungen über die Baukunstder Alte»/ herausgab/ bekant gemacht/ wo ich unterandern auch eine bis dahin nicht verstandene Stelle imPliniuS erklärt und noch verschiedene andere/ aufdiese Stelle bezügliche Nachrichten gegeben habe.

l2Ba»d, z?7S.Z