Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
431
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4 Theil. 43 l

ES ist gewiß/ daß die griechische und römische Ju-gend wegen ibrer beständigen Übung sich geschiktmachte/ ein Pferd ohne Hülfe einer Person zu be-steigen/ indem sie diese Gewandtheit dadurch erlang-te/ daß sie sehr häufig sowohl zur Linken als Rech-ten/ ja selbst von hinten auf ein hölzernes Pferdsprang/ nm ihm aus'S Kreuz zu kommen. Überdieswissen wir auch aus PlutarchuS von Pferden/die man so abgerichtet hatte/ daß sie sich aus dievordern Kniee niederließe»/ und so dem Reiter dasAufsteigen erleichterten.^) ES ist indessen ausserZweifel/ daß für alte und betagte Soldaten/ so wiefür Reisende/ die nicht an kriegerische Übungen ge-wöhnt waren/ irgend eine Bequemlichkeit ersodertwurde; und diese wollen in Ansehung der leztern ei-nige Gelehrte in den steinernen Erhöhungen finden/welche hin nnd wieder an den alten gepflasterten We-gen der Römer die Einfassung ausmachen.^)

Wie groß die Wahrscheinlichkeit sei/ worauf dieseMeinung sich gründet/ überlasse ich denen zu beurthei-len/ welche in Italien oder anderswo die Höhe dieserEinfassungen/ die gewiß nicht mehr als eine Spannebeträgt/ mit Aufmerksamkeit betrachtet haben. Nahean den Städten oder in niedrigen Gegenden warendie Landstraßen zur Bequemlichkeit der Reisenden mitkleinen Mauern eingefaßt/ die aus vierekichten Stei-nen von einer Art Lava bestanden. ES ist ans demPlntarchuS bekant/ daß CajuS GraechuS Blökedahin sezen ließ/ um die Straßen sowohl für dieje-nigen/ welche ritten/ als für die Fußgänger beque-mer zu machen. Wen indessen die Bequemlichkeitdazu dienen sollte/ nm leichter auf's Pferd steigenzu können: so war dieselbe nicht blos nahe an den

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2) Lergic!' lZc? cles 1.2. scct. 31.