Zwölftes Kapitel.
Das Reiten.
lNumero 202. Z
Unter den Gebräuchen der Alten ist bis dahinnoch eine besondere Art, wie sie zn Pferde stiegen/nnbekant geblieben/ indem aus dem Stillschweigender Autoren sowohl, als aus den abgebildeten Rei-tern erhellet/ daß die Steigbügel in jenen Zeitennoch nicht im Gebrauche waren. NaudäuS ist viel-leicht der einzige/ der das Gegentheil behauptet. >)Er führt dabei zwar den Pollux'^) zum GewährS-man an/ meldet indessen nicht/ wie dieser Autor dieSteigbügel nenne; daher eS vergebliche Arbeit ishihn nachzuschlagen. Die Verfasser der neuen Ausga-be des Glossariums von du Cange^) widersprechenauch allen/ die behauptet haben/ der h. Hierony-muS sei der erste/ welcher Steigbügel erwähne, in-dem erste nenne; und ste zeigen, daß sichdieses Wort in den Werken des heiligen Kirchenva-ters durchaus nicht finde. Von den griechischen Au-toren/ welche jünger sind als Pollnx/ wurden dieSteigbügel «»«F-xc-? genant/ weil sie statt des Men-schen dienten, der vorher dem Neiter auf das Pferdsteigen half, und welcher hieß/)
1) Oe 8t.u<z> ruilit. I. I. p. 223.
2) 1^. I. 8eAM.2l6.
3) Voce
4) 8ui6. v. salmas. In Z^rtian. x. 16Z.