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Denkmale.
ii,
lNum ero 20I.Z
Der unter Numero 201 aufgeführte geschnitte-ne Stein aus' dem stoschi sehen Kabinet, auf wel-chem man einen Jüngling zwischen zwei nach obenzu halb »akten weiblichen Figuren auf drei durcheinen kleinen Tisch mit drei Füßen von einandergetrenten Polstern liegend abgebildet sieht/ stellt ei-nes von den ausschweifenden »nd wohllüstigen Abend-mahlen vor, die bei den Alten sehr gewöhnlich wa-ren.
Die weibliche Figur zur Linken hält ein Trink-horn in der Hand/ als ob sie es auSgießen wollte/um dadurch diejenige Art von Zutrinken anzudeuten,welche hieß und sich
damit endigte/ daß man den Überrest des Weinsauf das Wohl des Geliebten oder der Geliebten ausdie Erde goß. l) Derjenige/ der ihn auSgoß/ stüztesich auf den einen Ellenbogen:
und bog den ander»/ indem er die Handmit d em Gefäße umdrehte/ gerade so wie man es >1»der gegenwärtigen Figur sieht. Dieses Beugen undmit einer gewissen Gratie (^«5) verrichtete Herum-drehen der Ellenbogen hießdaher das Gefäß selbst/ aus welchem man den WemauSgoß/ genant wurde.'!) Daß übrigens auf
diesem geschnittenen Steine die linke Hand mit derrechten/ als womit diese verliebte Libation eigentlich
1) Lslümscli, ap> ^tkcn. ll. iÜ. c, 2> n>
2) Lur'ipid. v. 55g.
3) Stilen. I. c. ^2. 5.^
4) v. !n L. 1^4.