Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
427
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4 Theil.

zu heiligen Gebräuchen und Libationen bestimt war/wie Joseph Scaliger behauptet^) oder der Knabeauf unserm Gemälde hier nicht als ein Auswärterbei Tische/ sondern als ein Mensch zu betrachten ist/den man zu den Libationen brauchte/ die man aufdieser Art von Dreifuß/ wie man hier sieht/ zu ver-richten pflegte.

Das junge Mädchen/ das auf der dopelten Pfeiftbläst/ hat ein Gewand ohne Gürtel/ wie dies beifestlichen Mahlen gewöhnlich war/ damit man an kei-nem Theile des Körpers irgend einigen Zwang em-pfinden möcht-/ und so wie man auch die Gratienin Gewändern ohne Gürtel abbildete:

vielleicht war dieses Gewand dasjenige/ wel-ches man nante. Das Gewand hat Strei-fen nnd ist eines von denen/ welche man virAnu-e undnante/ wen anders die Streifen hier nichtPurpurstreifen vorstellen sollen. 2)

Was endlich den SilenuS/ oder was es sonstfür eine Figur ist/ betrift/ so ist er/ die Hände undFüße ausgenommen/ die eine dunkle Farbe haben/ganz mit einem Felle überzogen. Auf einigen Mar-morn sind die Figuren dieses Halbgottes rauh undhaaricht/ als wen sie auch mit einem Felle bekleidetwären. Unter denselben befindet sich besonders einemit einem sehr schönen Kopfe in der Villa SeinerEminenz des Herrn CardinalS Alexander Al-bani. Ausserdem gingen auch die Personen/ wel-che auf der Bühne einen SilenuS vorstellten, incinein gleichen Gewände. Was eigentlich aufdem Dreifüße oder dem kleinen niedrigen Tischeliegt/ kan man nicht unterscheiden.

1) conject. in ?. 196.

2) I.7. 8CAN1. 53.

3) 16. I.4. Lc>AM. i l3.