Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
379
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4 Theil. Z7S

lcy angenommen. Man findet indessen darin auchnicht die geringste Analogie mit der Idee/ Hie man«on einem Menschen hat/ von dem man sagt/ er sei

unzuem Dagegen stimt das von dem

^ Spruche des PolykletuS hergenommene Gleichnißganz vortreflich damit überein. Den was soll wohl! iomo anderes sagen/ als ein ganz

vollommener Mensch/ wie die Modelle sein muß-ten/ die/ wie ich glaube/ von jenem berühmten Künst-ler mit den Nägeln formirt und dadurch zur höchsten^ Vollkommenheit gebracht worden?

Der andere VerS deS Horatins/ in dem vonmir in Vorschlag gebrachten Sinne genommen/ ver-tagt sich nicht mit der von Bentley/ nach eini-! gen alten Handschriften angenommenen Lesart; son-^ dern verlangt vielmehr/ daß man das gewöhnlicheWort wieder an die Stelle des neu auf-

genommenen seze. Endlich bezieht sich auch

noch auf eben diese Art zu modelliren jener VerS des^ Persins:

^itiüceiu^iie Uio clucit suli vultum.

Um jedoch wieder auf unser Kupfer zu komme»/so zeigt das Räucherwerk/ welches die Frau in dieauf dem Leuchter brennende Flamme schüttet/ einenheiligen Gebrauch aii/ und nach dem zu schließen/waS ich in einem griechischen Epigramme von einerarmen Frau gelesen habe/ welche dem BakchuS dasganz schlecht gemalte Vildniß ihres Sohns weihet/ 2)komt es mir vor/ daß auch auf unserm Marmor A l-camenes und seine Frau vorgestellt seien, wie siedie Büste ihres SohnS irgend einer Gottheit weihen,

>) 8at. Z. v. 40.

:) sp. Xüstr. not. in 8ui6. v.

I. i. x. 224,Z