Siebentes Kapitel.
Die Tonkunst.
lNuniero 187.Z
In Ansehung des unter Numero 187 ausgefüh»ten GrabsteinS/ der in der Villa Seiner Eminenzdes Herrn CardinalS Alexander Albani existirt,und worauf eine verstorbene Frau, Namens Clau-dia Italic»/ abgebildet ist/ will ich mich hauptsäch-lich bei der Inschrift aufhalten/ welche man in demBuche/ das sie in der Hand hält/ liest/ und die ihrein drei Worten bestehende Lobschrift enthält:woil-eiKuc >ix7-xxo7(^, bewandert in jederArt von Musik. Wen man das Wort Musik >hier in der weitesten Bedeutung nehmen müßte, nachwelcher Plato dieser Kunst den Namen der höher»Philosophie gal>/>) weil unter ihr jede Übung desGeistes begriffen sei/ wie man unter dem WorteGymnastik jede Übung des Körpers begriff) s»würde das der Verstorbenen beigelegte Lob sich nichtblos auf die Tonkunst einschränken/ sondern auf je- Zde andere Wissenschaft ausdehnen. Das Wort magindessen in einem Sinne genommen werden/ in wel-chem eS wolle, so kan doch das andere Wort ^ganz oder jede Art/ alle drei Gattungen der Ton-kunst in sich begreifen/ welche nach der Einthei- ,lung des Plato waren: Gesang oder Ode; Gc« ?
i) PIiNär. x. 23.
s) 16. I. 7. x. 611. p. 677.