Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
298
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298 Denkmale.

in welches Telemach Wasser gießen ließ/ umderals Mentor verkleideten Pallas die Hände zu wa-schen, zu welchem Gebrauche das Vcken gedienthaben mag/ welches die gedachte Zofe auf unsermGemälde trägt. Die andere Zofe/ die hinter Tele>mach steht/ rührt die Schellentrommel/ um ihnaufzumuntern. Der andere Hüngling/ mit der Keu-le in der Hand/ würde alödan Pisistratus sein,den diese Art von Waffen pflegten die Helde»/ weiisie nicht im Kriege/ besonders wen sie auf Reisenwaren/ zutragen/^) wie ich schon oben bei Nume-ro 97 bemerkt habe.

TelemachS Haupt ist mit einer rothen Bindeoder einem Diadema umgeben; von welcher Farbebei dem StatiuS auch diejenige Binde ist/ wel-che das Haar des unter den Töchtern des Lykome<deS befindlichen verkleideten Achilles umgibt ^Pisistratus hat keine Binde. Will man etwanicht annehmen/ daß der alte Maler diesen Unter-schied zwischen den beiden Jünglingen / die doch bei-de Königssöhne waren/ angebracht habe/ um eine»gewissen Contrast dadurch zu bewirken: so könte esbeim Telemach/ als einzigem Sohn des Ulys-seS/ die künftige Thronfolge im Königreiche mZthaka andeuten/ zum Unterschiede von Pisistra-tus / welcher/ als der sechste und jüngste unterden Söhnen Ne sto r S/ 4) keine Hofnung haben ton-te/ zum Besiz des Thrones von PyloS zu gelangen/da alle seine älteren Brüder noch am Leben waren,Der Helena Gewand ist gelb/ ihr Mantel oder

1) Ot/vo-o-. I. V. 137.

2) Lopkvcl. 0L6. V. LZo.

Z) I. l. v. 620.

4) Otto's'. I'. III. v. Zi5.