Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
284
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284 Denkmale.

Den Dreifuß selbst/ besonders den obern Theil des-selben/ haben die nämlichen Gelehrten für das Tauder Zlgyptier gehalten. Kircher und Spanheini,welche dieses Kunstwerk in der Nähe untersuchenkonten/ verdienen keine Entschuldigung/ übersehenzn haben/ daß der obere Theil des Dreifußesnicht platt gearbeitet ist/ sondern in schieferRichtung vorwärts ragt/ so wie es die Regel derPerspektive sodert/ und worans offenbar erhellet/ daßes eine Sache ist, die einen Umfang bat. Der ein«zige Schotts) der doch den Marmor nicht einmalgesehen/ hat sowohl den Dekel als den Dreifuß glük-lich entdekt.

Doch/ wir müßen wieder zu unserm Hauptgegen-stande zurükkehren. Wen Diomedes bei Homenttsagt/ er sei der jüngste unter den Königen/ welchAntheil an dem Zuge gegen Troja nahmen ; so zeig!auch sein Gesicht in der vorstehenden Gemme ei-nen Helden, der in der Blüthe seiner Jahre M,und seine Züge sind schön und geistreich. Womman nicht nur sehen kail/ daß auf diesem geschnitte-nen Steine ausser dem Ulysses auch DiomedeZvorgestellt sei/ sondern auch noch/ zum Verständnisdes Homerus/ daß Diomedes hier einen einfa-chen und glatten Helm aus dem Kopfe hat/ der dem-jenigen sehr ähnlich ist/ welchen ihm dieser Dichtergibt/ nämlich von Ochsenleder verfertigt '^) ohne Er-höhung auf der Spize, oder ohne Röhre/ in welckeder Helmbusch oder Roßschweif befestigt war, »»dfolglich ohne Hclmschmuk selbst. Wenigstens gluckich / daß dieses der Sin seiner Worte

sei. Sein Scholiast behauptet übrigens, dißeinen Helm bedeute/ an welchem der Thiil

i) IVvv. expl. axotkeos. Homer, x. 3i3. 33i. 333.

s) Ik. X. X. v. 253.