Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
285
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2 Th. 2 Abschtt. 286

fehlt/ den wir etwa Stirnbinde »en<

»cil würden/ der bei den Griechen aber hieß/

wie ich bei Numero 108 schon bemerkt habe. Al-lein an unserm Helme ragt dieser Theil vorn überder Stirn hervor/ wie ohngefähr die Tranfrinneder Dächer an den Häusern.Die Etymologie will/ daß das Wort nur ge-

braucht werde/ um einen Helm anzudeuten/ der mitkeinen kleinen Bukcln besezt ist/ n->,-<-/«-

«zwie unter andern BarnesinS es er-klärt;) allein an allen Werken der alten Bildhauereibemerkt man nicht einen einzigen Helm / der so ge-ziert wäre. Aus dieser Uneinigkeit der Ausleger desHomernS scheint also hervorzugehen/ daß die spä-tern Griechen die wahre Bedeutung des Wortes s«-

aus welchem vermittelst des « privativi das zu-sammengesezteWort entstanden ist/ selbst nichtwußten.

Ich erinnere mich indessen nicht/ daß es unterden griechischen Helmen noch andere gebe/ die ebensowie der unsrige/ den ich hier als ein Merkmal desDiomcdeS ausstelle/ geformt wären. Sollten sichaber noch andere ohne Helmbusch finden/ so siehtman doch immer die dazu gehörige Röhre daran.Hch gerathe darum einerseits in die Versuchung/ z»glauben/ daß die alten Bildhauer die BeschreibungvonDiomedS Helme/ den Homerus unter allenandern Helmen auszeichnet/ vor Augen gehabt habenund übereingekommen sind/ die Form desselben alsein Merkmal dieses Helden anzunehmen; anderseitsaber bleibe ich dabei/ wie ich schon gesagt habe/ daßder Helm auf unserm geschnittenen Steine dazu bei-trage/ die Worte des Dichters verständlich zu ma-chen, und man also aus der Gestalt des Helmes die-jenige erklären müße/ welche der Dichter beschreibt.

Mit diesem Bildnisse deS Diomedes weiß ich