Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
282
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282 Denkmale.

unten am Naken, als auch oberhalb den Ohren, ei-ne Art von Tuch oder Leinwand am Rande mit ei-nigen daran befestigten Streifen,- um ihn unter demKin fest zu binden/ die dan wieder nach oben undvon da über den Helm herab gehen.

Anstatt nun mit dem EustathiuS anzunehmen,daß man angefangen habe, dem Ulysses einen sogeformten Helm auf den Kopf zu sezen, nachdem nunin Griechenland die Wissenschaften und schönen Kün-ste erlernt hatte, und daß man dadurch das habe M-driiken wollen, was Hom ernS mir dem oben erwähn-ten Verse sagen wollen: bin ich vielmehr geneigt zuglauben, daß der Hut des Ulysses, welcher denMüzen der auf alten, besonders hetrurischen Denk-malen vorgestellten Seefahrer, und auch denen derheutigen levantischen Seeleute, so ähnlich ist, einSinbild der großen Reisen sein könne, welche der-selbe zu Wasser gemacht. Und in der That ist auchder unterscheidende Charakter der Odyssea Mivom Seewesen hergenommen, wie dieses in der Apo-theose Homers im Hause Colonna durch einaplnstre, eine Art von Zierat, den mau am Vorder-theike der Schiffe anzubringen pflegte, sinbildlich vor-gestellt wird.!) An einem silbernen Gefäße im her-culanischen Museo, das wie ein Mörser geformt undhalb erhoben gearbeitet ist, worauf der vergötterteHomeruS von einem Adler in die Höhe getragenwird, und wo auf der einen Seite die JliaS, Mder andern aber die Odyssea, beide als weiblich!Figuren, stehen, hat die Odyssea den H»t a»fdem Kopfe und stiizt sich auf ein Steuerruder.^

t) sMm, sehe G. d. Ä. 9 N. 2 K. 43

2) lM-m sehe 2 Band, S. 6? u. 182. G. d. K. !> B. 2 6>4Z §. Abgebildet bei Fe a.Z