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8 (1825)
Entstehung
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276
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Denkmale.

in den Fehler eines Anachronismus/ indem sowohldie Wasseruhr als die Sonnenuhr bei den Grieche»erst nach der auf unserer Vase vorgestellten Bege-benheit aufkam; den die Erfindung der Sonnenuhrwird demLnaximander vonMiletus^) oder/ wiePliniuS will/ dessen Schüler AnaximeneS zuge-schrieben. 2) Es ist dies indessen ein Anachronismus,den man Dichtern und Malern wohl zu verzeihen pflegt.

Vielleicht koute sich aber eben aus dieser Sonnen-uhr ein bedenklicher Zweifel erheben, der die ganzeoben angegebne Erklärung des Inhalts über denHaufen werfen dürfte. Wen nämlich die Siznngender Areopagiten zur Nachtzeit und im Dunkel gehal-ten wurden/'^) wie kömt alsdan die Sonnenuhr hie-her? Dem Zeugnisse der angeführten Scribente»läßt sich zwar keine Autorität entgegenstellen; alleinder Gegenstand sowohl als der Künstler können sichaus dieser Verlegenheit durch die Erzählung helfen,welche die nämlichen Scribenten von dem Nechtsban«del der berüchtigten Phryne machen/ welche eben-falls vor dem AreopaguS der Gottlosigkeit angeklagtworden war und Gefahr lief/ ihr Leben zu verlie-ren. Sie sagen nämlich/ daß ihr Sachwalter Hy-perideS ihr gerathen habe/ die Brust zu entblößen;worauf die Richter, durch ihre Reize bewöge»/ <ielosgesprochen hätten. Dieser Urtheilssvrnch koutefolglich wohl nicht im Finstern abgefaßt werdend)

1) Diog, vlt,

2) l^-2. c. 76. seel,

Z) l'' ?v> ^ I^ucian, >I< rn,nt. lc>

4) ^llnn I. iZ. I 6. i!. Zc). ül.'ux'u. vit. Iri>I. tt. g. p, Z76. üustnlk in 1^. X. p.

i-Sg. i^H«verides hatte ilir nicht gerathen, die Brustzu entblöke», sondern er legte selbst Hand an'sie, umdas Mitleid hiedurch zu erreaen Zl?>ber doch beim düstern Schein der Lampe»,)