Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
275
Einzelbild herunterladen
 

2 Th. 2 Abschn.

Die weibliche Figur/ welche in tiefen Gedanken«»feinem Steine oder Felsen sizt/ kan Erigone,des Agistbus Tochter/ vorstellen/ welche von demAnSgang der Anklage die Rache wegen Ermordungihres Vaters erwartet. Der Stein/ auf welchem siesizt/ wird einer von den beiden sei»/ welche im Areo-paguS die Size deS Angeklagten und des Anklägersvorstellten, und welche man daher der Un-

schuld/ und vSxc°5, der u n g e r e ch t i g ke i t / nante;wiewohl auch der wie ein Fels geformte Siz denOrt des Gerichts selbst andeuten kaii/ welcher wirk-lich auf einem Felsen gelegen war.

Die beiden andern Figuren/ wovon die erste ei-nen nakten Jüngling nach heroischer Manier/ die an-dere aber ein Weib/ welches tiefe Traurigkeit zeigt/vorstellt/ kaii Pi, ladeS/ der Freund des OresteS/nebst dessen Schwester Elektra sein/ die sich her-nach auch mit Pr, ladeS vermählte. Dieser be-trachtet mit der größten Aufmerksamkeit die schon er-wähnte Sonnenuhr/ welches man als eine Anspie-lung auf die Gewohnheit in den atheniensischen Ge-richten betrachten kari/ da dem Ankläger und Ange-klagten eine bestickte Zeit vorgeschrieben war/ die sichnach einer Wasseruhr richtetet) statt deren unserKünstler eine Sonnenuhr bedeutender gefunden hat/an welcher man den Weiser deutlich unterscheidet/der bei den Griechen Anomo«, bei den Römern »m-hieß.''') Zugleich aber fällt der Künstler auch

1) Uuinen'16. sv. 6^6^

2) ?au8an. 1.2. 16. in lin.^

3) ^scliin. in Ltesipk. p. 3<)2. Luicl. v. I^uci-an. I^eviv. z?. 406.

4) I'Iin. !. 2. 72. seet. 74.^