Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
247
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2 Th. 2 Abschn.

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wo/l) ein Man würde niederträchtig und furchtsamerscheinen/ wen er nicht mehr Kühnheit als eineFrau besäße.

An der Figur der Kl v t ä m n e st r a ist besondersdie Schlange zu merke»/ welche sich auf ihrem lin-ken Arm hervorwindet/ als' ob sie weiter springenwollte/ wie man dieses auch an zwei andern Figurendieses Marmors sieht. Die eine davon ist die, wel-che ich für den Orestes halte; die andere aber dielezte zur Linken/ welche in der andern Hand einebrennende Fakel hält, und die ich für feine Schwe-izer Elektra ansehe; wiewohl sie auf den Basre-liefs im Hause Giustiniani und in der VillaBorghese fehlen. Zur Erklärung dieses UmstandeSmuß ich anführen/ daß eine so gestaltete Schlange/wie sie an diesen Figuren befindlich ist/ als Attri-but der Furien auch hier Furie und Rache be-deuten tan / indem Klytämnestra von beiden an-getrieben wurde/ an ihrem Gemahl die Aufopferungihrer Tochter und die verlezte eheliche Treue zu rä-che»; um so mehr/ da ÄschyluS in dem oben an-geführten Trauerspiele sie sagcn läßt/ daß sie ihrenGemahl und die Kassa ndra den genanten zweiGottheiten geopfert habe. Eben so könte auchbei Orestes und Elektra die Schlange das Sin-bild der wüthenden und unmenschlichen Rache sein/welche diese einige Zeit nachher wegen Ermor-dung ihres Vaters an der Mutter selbst verübten,besonders da Orestes uns dargestellt wird/ als seier von den Furien gequält. Ausser der Schlangeam Arm der Klytämnestra sieht man an ihremOhre und in ihre Haare verstochten eine kleinere

1) I. 3. c. Z. x>. 67.

2) ^.1876..^