Sechs und zwanzigstes Kapitel.H e k u b a.
I^Numcro
Diese Überschrift kan das Basrelief unter Nu-mero welches izo nicht mehr in Rom existirt,mit Recht fuhren, indem es ein Hanptstük aus desEuripides Trauerspiele gleiches Namens vorstellt.
Als Hekuba, Königin von Troja und GemahlindesPriamuS/ mit andern ihrer Frauen gefangenund in Thracien an s Land gesezt worden, fand ßcam Ufer den Körper ihres jungern Sohnes Poly-dorus, den sie vor einiger Zeit mit vielen Schienzu ihrem Schwiegersohn Polym nestor geschikchatte, um diefe in Sicherheit zu bringen. Mmauf erhaltene Nachricht von der Einnahme TimSließ der treulose König den Polydorn 6 umbringen,um sich der Schöze, die er ihm zur Verwahrungüberbracht, zu bemächtigen, und warf hierauf denLeichnam in's Meer, welches ihn wieder an's Uferspühlte. Hier fand nun nach der Behauptung EinigerHekuba den Leichnam, als sie einst hinging, Wasserzu schöpfen, um den Körper der Polyxena zu wa-schen. Die unglnkliche Königin dachte nunmehrauf Rache wegen dieser Treulosigkeit dcS thracischmKönigs. Sie ließ ihn daher endlich unter demVor-wande, mit ihm zu sprechen, zu sich rufen und stelltesich, als wollte sie ihm noch einige verborgene ScWentdeken, worauf sie ihn in das Zelt führte und ihm,nachdem sie vorher seinen Sohn getödet hatte/ dieAugen ausstechen ließ.
.») Ovi6. raelain. I. »3. v. 636.