Druckschrift 
8 (1825)
Entstehung
Seite
235
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2 Th. 2 Abschn. 235

der Grabmäler/ die ehmals in Sieyon üblich waren.I Eic bestanden nämlich aus einem großen Felsenstük/uf welchem sich Säulen erhoben/ die ringsherumein Gebälk uiiterstiizten: zuweilen hatten sie auchl »och eine Art Giebel wie an Tempeln. Hinterdem Grabmale sieht der obere Theil einer ionischenSäule hervor/ welches diejenige vorstellt/ die denGebräuchen jener Zeit gemäß gerade an dem Orte/ woAchilles begraben lag/ errichtet werden mußte.DaS ionische Kapitäl der Säule ist ein Anachronis-i »ms des alten Steinschneiders; den es' ist in An-^ sehnng des NrsprungS dieser Säulenordnung be-! kant/ daß die Jonier/ welche sie in Kleinasien erfun-den, nach der Rükkehr der Herakliden/ also! achtzig Jahre nach dem trojanischen Kriege aus Grie-chenland vertrieben wurden; und dan ließen sie sich! erst dreissig Jahre nach jener Vertreibung/ folglichkurz vor der Zeit / in welche die Geburt des Ho me-in s gesezt zu werden pflegt, in Asien nieder. 2)

Das Bild auf dem Grabe/ welches in altenZeiten hieß/^) oder die auf der Säule

ßzende Psyche stellt die Seele des Achilles vor/die hier erscheint/ um das Opfer zu empfangen;«iewohl man sie auch als ein Vorbild der Unsterb-lichkeit der Seele/ welche Homerns früher als jederandere unter den Heiden gelehrt hat/ betrachtenlaß. 4)

1 i) ?au8!tn. I. 2. l^c. 7.)j 2) ?Iut2i-Lk. Z. I.

! Z) ?u1Iux, I. 3. 66.

j 4) plutarcli. I. c. Z. l 5. tMan sehe den VeV s.u ch ein e rAllegorie, §. Note.^